Leider sind bei der Produktion der “Die Siedler von Catan – Jubiläumsausgabe” ein paar Probleme aufgetreten. Berichte von Materialfehlern machten nach dem Verkaufsstart des Spiels vor wenigen Tagen schnell die Runde. Auch in der Siedeln.de-Forumsdiskussion zur Jubiläumsausgabe des Basisspiels wurde von Mängeln berichtet. Nun hat der KOSMOS-Verlag schnell und gut reagiert. Axel Meffert (KOSMOS Verlagsführung) nimmt offiziell Stellung und bietet kostenlosen Ersatz an:
Sollten Sie daher in Ihrem Exemplar einen der folgenden Materialmängel feststellen, senden wir Ihnen gerne kostenlos den entsprechenden Ersatz zu – damit einem ungetrübten Catan-Spielvergnügen nichts mehr im Wege steht:
Farbabrieb auf der bedruckten Seite der hochglanz bedruckten Sechseckfelder
verschnittene Holzfiguren
durch Witterungsbedingungen entstandene Fleckenbildung auf den Holzmaterialien
Bitte beachten Sie, dass Farbabweichungen bei den Spielfiguren zum Teil durch den Werkstoff Holz bedingt sind. Hier war uns beim Design eine gewisse Holzanmutung wichtiger als ein zu satter Farbauftrag. Hier hoffen wir auf Ihr Verständnis.
Wir möchten uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen und hoffen, mit unserem Angebot an Ersatz das Problem zu Ihrer Zufriedenheit lösen zu können!
Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Reklamation an folgende Adresse:
“Auf die Höhe kommt es an”, behauptet der Untertitel des neuen Spiels “Alcazar” von Wolfgang Kramer, welches uns als Messe-Neuheit 2009 in Essen präsentiert wurde. Nach dem Öffnen der größten Spielschachtel, die unsere Sammlung je gesehen hat (Das Bild ist nicht etwa eine schlechte perspektivische Darstellung, der Karton ist wirklich so tief!) freut sich unsere haptisch veranlagte Spielernatur erstmal über soviel Material. Eine Unmenge an kleinen, detaillierten Plastik-Türmen und -Brücken fallen uns zusammen mit einigen Spielkarten entgegen. Ein Bauspiel also. Zugegeben, der Name “Alcazar”, eine spanische Bezeichnung für einen mittelalterlichen Königspalast, gepaart mit dem Cover-Design läßt wenig andere Spielraum für Alternativen. Etwas verwundert sind wir aber dennoch, schließlich ging es in “Big Boss”, der Vorlage zu diesem Spiel aus dem Jahre 1994 noch um Konzerne, viel Geld und Macht. Auf dieser Basis nun ein Spiel um königliche Burgen und Adelsmänner? Wir sind gespannt…
Ein Blick auf die linke Ecke der “Alcazar” Packung macht uns erstmal neugierig und kündigt eine Spielvariante mit dem Namen “Das neue Big Boss” an. Diese Variante wird uns in der Wechsel-Spielanleitung als “Einsteigerversion” vorgestellt, “Alcazar” dagegen als Variante für fortgeschrittene Strategen. Da ich Big Boss leider nie gespielt habe, hadere ich noch ein wenig mit meinem “Vielspieler-Ego”, beginne dann aber doch erstmal mit dem Studium der Einsteigerversion.
Bei Zuspieler habe ich den Abschlussfilm von David Groschwitz zur Mediengestalter Bild und Ton Ausbildung 2007 gefunden. Das Video beschreibt exemplarisch am Beispiel der Siedler von Catan, wie ein Brettspiel entsteht bis es in den Läden steht. Die Hauptrolle spielt Klaus Teuber. In einer Nebenrolle ist Sebastian Rapp zu sehen.
Der “Kosmos-Verlag stellt sich auf eine Zeit mit immer weniger Kindern ein” so lautet der Untertitel eines Artikels der Stuttgarter Nachrichten von Sabine Marquard.
Eines der dringendsten Probleme für einen Spieleverlag wie Kosmos ist die demografische Entwicklung. Da in Deutschland immer weniger Kinder nachwachsen, will der Verlag sich künftig stärker nach Europa ausrichten. Bisher wird das Ausland nur über Lizenzprodukte bedient, künftig möchte der Verlag selbst mehr Risiko übernehmen und in die Nachbarländer direkt liefern, so die Idee. “Doch diese Pläne stecken noch in den Kinderschuhen”, räumt Meffert ein. “Wir müssen sehr genau darauf achten, was gesellschaftlich und demografisch passiert.” Eine Chance könne die viel diskutierte Ganztagsschule sein, da es dort Freizeitangebote und Spielecken geben werde.
Und das gab es wohl noch nie: Reiner Knizia holt dieses Jahr gleich zwei Titel, denn die Auszeichnung für das Kinderspiel des Jahres ging auch an ein Spiel von Reiner Knizia aus dem Hause Ravensburger “Wer war’s?” heisst das Kinderspiel des Jahres.
Ein Sonderpreis für das komplexe Spiel ging an “Agricola” von Uwe Rosenberg (Lookout Games).