Spielkritik: Alcazar
“Auf die Höhe kommt es an”, behauptet der Untertitel des neuen Spiels “Alcazar” von Wolfgang Kramer, welches uns als Messe-Neuheit 2009 in Essen präsentiert wurde. Nach dem Öffnen der größten Spielschachtel, die unsere Sammlung je gesehen hat (Das Bild ist nicht etwa eine schlechte perspektivische Darstellung, der Karton ist wirklich so tief!) freut sich unsere haptisch veranlagte Spielernatur erstmal über soviel Material. Eine Unmenge an kleinen, detaillierten Plastik-Türmen und -Brücken fallen uns zusammen mit einigen Spielkarten entgegen. Ein Bauspiel also. Zugegeben, der Name “Alcazar”, eine spanische Bezeichnung für einen mittelalterlichen Königspalast, gepaart mit dem Cover-Design läßt wenig andere Spielraum für Alternativen. Etwas verwundert sind wir aber dennoch, schließlich ging es in “Big Boss”, der Vorlage zu diesem Spiel aus dem Jahre 1994 noch um Konzerne, viel Geld und Macht. Auf dieser Basis nun ein Spiel um königliche Burgen und Adelsmänner? Wir sind gespannt…
Ein Blick auf die linke Ecke der “Alcazar” Packung macht uns erstmal neugierig und kündigt eine Spielvariante mit dem Namen “Das neue Big Boss” an. Diese Variante wird uns in der Wechsel-Spielanleitung als “Einsteigerversion” vorgestellt, “Alcazar” dagegen als Variante für fortgeschrittene Strategen. Da ich Big Boss leider nie gespielt habe, hadere ich noch ein wenig mit meinem “Vielspieler-Ego”, beginne dann aber doch erstmal mit dem Studium der Einsteigerversion.
