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Die Siedler von Wien

Wien, anno 1683, die Türkenbelagerung durch Kara Mustaffa ist voll im Gange. Die Markgrafen der Provinzen rund um Wien können der Stadt helfen die Belagerung abzuwehren. Sie bringen Rohstoffe für den Bau, bzw. Erhalt der Wehranlagen und liefern Nahrung nach Wien. Den geschichtlichen Hintergrund gibt es unter www.wien.gv.at Türkenbelagerung .

(© Bettina und Christian Gleich + Christian und Tina Hach )

1. Material

Spieler:
3-4
Dauer:
-
Material:
Basisspiel ohne Ereigniskarten
2 Schiffe pro Spieler (= Handelsschiffe)
1 Burg pro Spieler (aus dem Buch oder Stadtmauern verwenden)
Goldstücke (aus dem Buch)
30 Rohstoffkarten Wein (siehe Download)
10 Landschaftsfelder Wein (siehe Download)
1x 3fach Landschaftsfeld Wien + Türkenbelagerung (siehe Download)
12 Sondersiegpunkte (siehe Download)
2 Wehrtürme ( Ritter aus Städte und Ritter Erweiterung)
Download: Rohstoffkarten Wein
Landschaftsfelder Wein
3fach Landschaftsfeld Wien + Türkenbelagerung
Sondersiegpunkte (Word-Dok., ca. 1,5 MByte)
Spielplan


Abbildung: Landschaftsfeld Wien + Türkenbelagerung

2. Regeln

Startaufstellung:
Jeder Spieler (Markgraf)wählt eine der 4 Provinzen, von wo er das Spiel beginnt. Jeder Markgraf nimmt sich einen Zahlenchip 6 und einen Zahlenchip 8 und legt ihn auf ein beliebiges Landfeld in seiner Provinz, die Zahlenchips dürfen auch nebeneinander liegen. Weiters zieht er 4 schwarze Zahlenchips für seine anderen 4 Landschaftsfelder und legt diese beliebig auf. Die Markgrafen können nun gleichzeitig in ihrer Provinz die Gründungsphase durchführen. Es werden 1 Burg, 1 Stadt und ein Dorf gesetzt (eines dieser drei Gebäude muss jedoch an der Donau gebaut werden), dazu 2 Strassen und 1 Handelsschiff (an die Donau). In der Gründungsphase erhält jeder Spieler je einen Rohstoff der Felder die an seine Burg angrenzen.

Ressourcen:
Burg 3 Rohstoffkarten, Stadt 2 Rohstoffkarten und Dorf 1 Rohstoffkarte.

Handeln:
Die Markgrafen dürfen nicht miteinander handeln! Mit der Bank darf nach wie vor 4:1 getauscht werden. Hat ein Spieler einen Wehrturm gebaut, kann er ab sofort 3:1 tauschen. Sonst kann nur mit der Stadt Wien gehandelt werden. Dazu muss der Spieler seine Erträge mit dem Handelsschiff nach Wien bringen. Das Handelsschiff kann nur mit max. 5 Rohstoffen beladen werden. Die Rohstoffe werden auf einen Stapel neben dem Spieler abgelegt und er fährt mit seinem Handelsschiff die Anzahl des Würfels mit der höheren Augenzahl. Ein Schritt ist aus dem Hafen auslaufen und dann werden die Donaufelder (mittig, also pro Feld 1 Augenzahl) nacheinander beschippert bis eine freie Längskante in Wien (=Handelshäfen) erreicht ist. Das Anlegen erfordert wieder eine Augenzahl (liegen also 3 Feder bis nach Wien, dann brauchen sie 5 Schritte bis dahin 1xablegen + 3Felder+1xanlegen). Die Augenzahlen müssen nicht vollständig ausgefahren werden, nach dem Anlegen verfallen die restlichen Augenzahlen, an und ablegen in einem Zug ist verboten. Sie dürfen auch nur mit dem Schiff fahren, wenn sie an der Reihe sind. Geht sich die Augenzahl nicht aus bis nach Wien oder in ihre Provinz, müssen sie in der nächsten Runde weiterfahren, es empfiehlt sich das Segel immer in Fahrtrichtung zu stellen um zu wissen in welche Richtung sie unterwegs sind. Hat der Markgraf angelegt, nimmt er seinen beiseitegelegten Rohstoffstapel und handelt mit der Stadt. Es darf nur mit Rohstoffen gehandelt werden die bereits nach Wien geschippert wurden. Diese Rohstoffe werden in Wien (also auf den Landschaftsfeld Wien+ Türkenbelagerung) abgelegt und der Spieler kann nun 1 gebrachten Rohstoff gegen 1 Rohstoff aus dem Wienstapel puls 1 Goldstück tauschen. Ist kein Rohstoff im Stapel der ihnen zusagt, dürfen sie auch 1 Rohstoff : 2Goldstücke.
1 Wein darf nur gegen 2 Goldstück getauscht werden, nicht gegen andere Rohstoffe, daher wandert der Wein auch gleich nach dem Tausch in die Bank zurück. Die ertauschten Ressourcen werden wieder als Stapel neben ihnen abgelegt und nach Hause geschippert. Haben sie mit ihrem Handelsschiff angelegt, dürfen sie mit ihren Ressourcen bauen. Jeder Markgraf darf 2 Handelsschiffe besitzen (Kosten 1xHolz + 1xWolle) und darf auch mit anderen Schiffen am selben Donaufeld stehen. Die Handelshäfen dürfen aber nur von einem Schiff benutzt werden, die anderen müssen warten bis es abgelegt hat, oder müssen sich einen anderen Hafen suchen. Als Handelshäfen gelten auf dem Wienfeld die Längsseiten zwischen den Wehrtürmen: 5+6 ; 6+1; 1+2 ; 2+3; .
Die Rohstoffe dürfen aus der gesamten Provinz zusammengelegt werden, es braucht keine durchgehende Verbindungsstrasse zum Hafen geben, es ist natürlich hilfreich für die "Längste Handelsstrasse". Die Karte "Größte Rittersmacht" gibt es bei diesem Spiel nicht.

Baukosten:
Stadt, Dorf, Schiff und Strasse wie im Basisspiel; Brücke über die Donau (nach Wien ist verboten) in eine andere Provinz 2x Holz; Landschaftsfeld eigener Wahl 1 Rohstoff (welches das Feld dann liefern soll, z.B.: 1 Erz für ein Erzfeld) + 2 Goldstücke; Wehrturm: 1 Rohstoff jeder Sorte + 3 Golsstücke

Land urbar machen:
Die außerordentliche Bauphase gilt nicht. Auf allen leeren Felder kann jeder Markgraf neue Landschaftsfelder nach eigener Wahl kaufen. Diese gehören nu zu seiner Provinz und sind sein Eigentum. Das neue Landschaftsfeld wird nach belieben eingefügt und aus dem Zahlenbeutel eine Zahl gezogen (hier dürfen keine 2 roten Zahlen nebeneinander liegen, sonst nochmals ziehen). Es kann auch auf einer Kreuzung gebaut werden die an ein leeres Feld grenzt. Angrenzend an das Türkenheer darf ebenfalls gebaut werden. Möchte ein Markgraf auf dem Landschaftsfeld eines benachbarten Markgrafen ein Dorf bauen, muss er 1 Goldstück an den Besitzer des Landschaftsfeldes bezahlen, für eine Stadt ein weiteres Goldstück. Für Strassen an einem fremden Landschaftsfeld muss nichts bezahlt werden.
Brücken (2xHolz) können über die Donau (Strasse über die Donau legen) in die benachbarte Markgrafschaft gebaut werden, kosten auch nichts.

Wehrturmbau:
Jeder Spieler kann Wehrtürme bauen (3Goldstücke + 1xWolle, 1xHolz, 1x Lehm, 1xWein, 1x Erz und 1x Getreide, also je 1 Rohstoff) und setzt den Wehrturm an eine der nummerierten Ecken in Wien. Ist keine Ecke mehr frei, können auch keine Wehrtürme mehr gebaut werden. Jeder Spieler besitzt 2 Wehrtürme die er bauen kann.

Türkenbelagerung:
Wird die 7en gewürfelt, greift Kara Mustaffa mit seinem Türkenheer an. Die Augenzahl des roten Würfels zeigt die Position des Angriffes auf Wien an (Nummerierung rund um Wien für die Wehrtürme). Steht an dieser Ecke ein Wehrturm, ist das Türkenheer abgewehrt und der Besitzer dieses Wehrturmes bekommt eine Sondersiegpunktkarte (1 Siegpunkt für die Abwehr der Türken). Steht an dieser Ecke kein Wehrturm, raubt Kara Mustaffa sämtliche Ressourcen aus dem Wienstapel.
Der Würfler darf sie auch 1 Rohstoffkarte eines Mitspielers rauben wie im Basisspiel. Besitz der Spieler mehr als 7 Handkarten, muss er die Hälfte abgeben(siehe Basisspiel); Stapel die gerade verschifft werden zählen hier nicht dazu und dürfen auch nicht beraubt werden.

Siegpunkte:
wie im Basisspiel, Burgen 1 Punkt und Siegpunktkarten auch 1 Punkt.

3. Spielende

Der Spieler der zuerst 16 Siegpunkte erreicht hat und an der Reihe ist hat gewonnen.

Die Autoren möchten darauf aufmerksam machen, dass es sich bei diesem Spiel nicht um ein ausländerfeindliches Szenario handelt, sondern um eine weiterer historische Erweiterung zu den Catanspielen!

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