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Die Fischer von Catan 2

(© Wolf Eckhard von der Mülbe - mail)

1.Spieleranzahl

Spieleranzahl: 2 - 6

2.Material

  • Basisspiel und möglichst Seefahrererweiterung, geht aber auch mit "Städte und Ritter"!
  • Beliebige Menge 2-Pfennig-Stücke (abhängig von Spielerzahl), mindestens aber 30 Stück.
  • Pro Spieler ein 10-Pfennig-Stück (Symbolisch für das Schiff)
  • Beim Spiel mit Basisspiel oder "Städte und Ritter" pro Spieler ein Streichholz.

3.Regelerweiterungen

Variante für das Basisspiel mit Seefahrererweiterung (Standard)
Wenn ein Spieler von einem Hafen (Siedlung am Wasserrand) aus direkt in See sticht (Schiff baut und setzt) oder aber schon ein Schiff hat und ein neues zu einer "Wasserkreuzung" baut, so hat er die Möglichkeit, für 1x Wolle zusätzlich, ein Fischereischiff zu bauen. Er eröffnet damit eine Fischereiroute und darf ab dem nächsten Würfelkontakt vor dem Würfeln ein 2-Pfennigstück vom Stapel nehmen (repräsentiert 2 gefangene Fische).

Der Spieler gibt seine Fischereiabsicht damit bekannt, dass er an die Kreuzung, wo die Fischereiroute endet, eine 10-Pfennigstück ablegt (Repräsentiert das Fischereischiff). Der Fischfang kann solange betrieben werden, bis ein neu gebautes Schiff das Land erreicht. Auch wenn dort noch keine Siedlung entsteht, ist der Fischfang beendet, da sich die Fischereiroute in eine Handelsroute umwandelt !

Wofür dient der Fisch?
Gefangener Fisch kann nur mit der Bank im Verhältnis 6:1 gegen einen beliebigen Rohstoff getauscht werden (3x 2Pfg = 6 Fische). Weitere Regelfakten
  • Wurde eine Fischereiroute in eine Handelsroute umgewandelt und der Spieler baut an einer Wasserkreuzung ein Schiff an, welches von der Route abzweigt, kann er ab der nächsten Runde wieder Fische erhalten, die Route hat dann 2 Funktionen. Der Spieler zahlt für dieses Schiff den normalen Preis (Es wird angenommen, dass das Fischereischiff noch besteht, aber ungenutzt ist, denn es wurde ja bezahlt).
  • Jeder Spieler kann nur eine Fischereiroute betreiben. Sollte er von einem anderen Hafen aus eine Wasserstrasse eröffnen, während noch eine Fischereiroute besteht, so erhält er trotzdem weiterhin nur 2 Fische pro Runde. Es besteht keine Möglichkeit mehr durch 1x Wolle zusätzlich ein Fischereischiff zu bauen.
  • Wenn der Pirat aktiv ist und auf eine Wasserkarte gesetzt wird, an der ein Fischereischiff liegt, ist der Fischfang für den Spieler, bis der Pirat versetzt wird, verbaut - er erhält keine Fische mehr. Eine Variante, die man hier noch anwenden könnte wäre, dass die Person, die den Piraten gesetzt hat, anstelle des Spielers die Fische erhält (schön fies!).
  • Wenn der Räuber in ein Feld neben dem Hafen gesetzt wird, raubt der Spieler, der den Räuber gesetzt hat, dem Hafenbesitzer ein 2-Pfg-Stück (2 Fische) zusätzlich zu der normalen Karte. Der Fischfang wird nicht, wie beim Pirat, unterbunden.
  • Eine Fischereiroute kann nicht unterbrochen werden. Es ist auch nicht möglich, eine weitere Fischereiroute an einer schon belegten Kreuzung zu errichten.
    Beispiel: Spieler A hat eine Fischereiroute aus 4 Schiffen aufgebaut. Spieler B möchte eine Fischereiroute auf die erste Kreuzung legen, auf der Spieler A bereits 2 Schiffe gebaut hat. Spieler B kann nicht erweitern!
  • Fischereirouten haben somit immer einen Mindestabstand untereinander von 1 Kreuzung (wie die Abstandsregel).
  • Sollte ein Spieler zwei mögliche Fischereirouten haben, wovon eine benutzt wird, so kann er, wenn er die Fischereiroute zu einer Handelsroute gemacht hat, das Fischereischiff ohne weitere Kosten an das Ende der 2. Route legen, um diese zur Fischereiroute zu machen.
    Beispiel: Spieler A hat schon eine Fischereiroute. Er baut ein Schiff, um eine andere Küste zu erreichen und würde somit die Fischereiroute verlieren. Daher verlagert er gleichzeitig mit dem Schiffsneubau das Fischereischiff auf seine 2. - bisher unbenutzte - Route.
  • Sollte es einem Spieler nicht möglich sein, das Fischereischiff umzusetzen, weil er keine zweite Route hat, kann er das Fischereischiff vor sich auf den Tisch legen, bis er wieder die Möglichkeit hat, sie an das Ende einer Route zu setzen. Anders, als das Umlegen von einer auf die andere Route, kostet ihn dies aber zusätzlich zum Schiffspreis 1x Holz (Es wird angenommen, dass das Schiff ungenutzt im Hafen gelegen hat und erst wieder repariert werden musste).

4.Variante für Basisspiel ohne Seefahrererweiterung und optional "Städte und Ritter"

Auch ohne Seefahrererweiterung ist es möglich, diese Variante zu spielen.

Anstelle der in der Erweiterung enthaltenen Schiffe, erhält jeder Spieler zu Anfang einen Streichholz. Dieser kennzeichnet ein Schiff. Um die Schiffe noch besser voneinander unterscheiden zu können, kann man diese natürlich noch farbig bemalen :-)

Wenn ein Spieler einen Hafen besitzt, hat er die Möglichkeit, für 2x Wolle und 1x Holz ein Fischereischiff zu bauen. Diesen Spielzug kann jeder Spieler nur einmal machen. Es sticht direkt in See und geht nahe der Küste auf Fischfang. Ab dem nächsten Würfelkontakt kann der Spieler dann vor dem Würfeln ein 2-Pfennigstück vom Stapel nehmen (repräsentiert 2x gefangenen Fisch) und vor sich ablegen. Fische können auch hier nur mit der Bank im Verhältnis 6:1 getauscht werden.

Die Fischereiroute zählt nicht als Strasse (wie es bei der Seefahrererweiterung möglich ist), weil man sie nicht in eine Handelsroute umwandeln kann.

5.Zusatz für das Spiel mit "Städte und Ritter"

Wenn ein Spieler eine Hafenstadt in Richtung Handel (gelb) ausgebaut hat, kann er den Fisch 6:2 (3:1) tauschen. Dies geht solange, wie der Spieler diese Stadt mit Schwerpunkt Handel besitzt. Sollte diese Stadt Mauern besitzen, gelten die Schutzbestimmungen gegen den Räuber auch für den Fisch. Fisch kann nur gegen normale Rohstoffe getauscht werden - der Tausch gegen Handelswaren ist nicht möglich !

6.Mögliche Varianten

  • Wer möchte, kann das Tauschverhältnis Fisch:Rohstoff ändern, nur hat sich das vorgegebene Verhältnis als das beste herausgestellt.
  • Wer möchte, kann auch den Tausch von Fisch gegen Rohstoffe zwischen den Spielern zulassen.
  • Wer möchte, kann die 2-Pfennigstücke auch durch 1-Pfg-Stücke ersetzen, um damit z.B. flexibler mit den Mitspieler/innen tauschen zu können.
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