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Suilui Kämmerer


Anmeldedatum: 19.04.2006 Beiträge: 601 Wohnort: Wien/Österreich
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Verfasst am: Sa 12 Jan, 2013 Titel: Mal wieder Kulinarik |
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Catan meets Kekse:
Mein Backprojekt zu RedPiranhas "Catlantis im Winter"
Reds essbare Catlantis-Version hat mich schon vor langer Zeit fasziniert. Nachdem ich einmal als Highlight einer Siedler-Runde das Catan-Spielfeld aus belegten Toast-Hexfeldern vorbereitet hatte (ich weiß leider nicht mehr, wer die Idee damals hier im Forum postete), wollte ich diesmal ein essbares Catan vorbereiten, auf dem man auch tatsächlich siedeln kann. Anlässlich der Weihnachtszeit habe ich die alten Catans-News von 2009 ausgegraben und mich ans Backen gemacht. Hier sind einige Fotos von den Vorbereitungen und dem Ergebnis:
Die Zutaten:
Mise en Place der catanischen Backstube: Alle Zutaten stehen bereit. Das Grundspiel braucht man zum Backen allerdings nicht. Ebenso wenig die Zitronen, die zwar in der Catan-News-Anleitung unter "Weitere Zutaten" stehen, aber dann doch nicht weiter behandelt werden. Man könnte sie aber für die Zuckerglasur verwenden.
Schablonen vorbereiten:
Ich habe gleich mehrere Schablonen in unterschiedlichen Größen ausgeschnitten, um auszuprobieren, mit welcher Größe sich aus dem Teig 37 Felder ausgehen. Die normale Hexfeldgröße war bei mir jedenfalls zu groß.
Teig ausrollen:
Ein kleiner Tipp: Ich würde nicht gleich den ganzen Teig auf einmal ausrollen. Bis alle Felder ausgeschnitten sind, wird der Teig weich, und wenn man die Hexfelder abheben und auf das Blech legen will, verformen sie sich oder zerreißen. Also besser immer kleine Portionen ausrollen und ausschneiden, dann bleibt der Teig schön hart. Sollten die Felder nach dem Backen trotzdem etwas schief sein, kann man mit einem scharfen Messer die Kanten nachbessern.
Hexfelder ausschneiden:
Zuerst habe ich den Teig einmal zur Gänze ausgerollt und hatte dann das oben beschriebene Problem, also habe ich alles noch einmal verknetet und den Teig in den Kühlschrank gestellt, bis er wieder hart war. Das sollte man eigentlich vermeiden - Mürbteig mag es nicht, allzu oft bearbeitet zu werden. Ich empfehle auch, die Modelliermasse fertig vorzubereiten, bevor man mit dem Teigausrollen beginnt.
Die Modelliermasse:
Für die Eischneemasse, aus der man dann die Landschaften formt, schlägt man zuerst das ganze Eiweiß steif und teilt es dann in verschiedene Schüsseln auf, je nachdem wie viel Masse man für die jeweiligen Landschaftstypen benötigt. Besonders viel Eischnee habe ich mit den gemahlenen Haselnüssen vermengt: Lehmfelder, Goldfluss, Wälder und Getreideäcker sind aus dieser Mischung. Danach kommt dann die Lebensmittelfarbe dazu. Ich hatte noch grob gemahlene Haselnüsse zu Hause, deswegen war die Masse recht körnig. Mit gekauftem Haselnusspulver erhält man eine viel feinere Masse, bei den Bäumen schaut das raue aber durchaus gut aus, finde ich.
Wasserglasur anrühren:
Schöne Muster entstehen, wenn man die Lebensmittelfarbe in die Rum-Zucker-Mischung einrührt. Mit der blauen Glasur werden Wasserfelder und Sturmflutmarker bestrichen. 60 Sturmflutmarker bestreichen ist eine Arbeit, die ich beim nächsten Mal durch das Ausstechen von blauem Mürbteig ersetzen würde. Die gekauften Backoblaten sind ohnehin sehr groß. Der Hagelzucker in der Glasur hat bei mir keinen sichtbaren Eisschollen-Effekt hinterlassen.
Das Erzgebirge:
Der Mohn macht die Modelliermasse sehr leicht formbar, sodass richtig spitze und zerklüftete Berge entstehen können. Die sehr dunkle, "erzhaltige" Farbe entsteht dabei auch gleich, ganz ohne Lebensmittelfarbe.
Die Weidelandschaften:
Für die Weidelandschaften habe ich statt flüssigem Eiklar, Eischnee mit Kokos vermischt. Die Felder sind dann aber beim Backen aufgrund der dünn aufgetragenen Masse sehr anfällig braun zu werden. Die Weidelandschaften waren bei mir komplett "verdorrt" und ich habe neue Felder machen müssen.
Tannen- und Laubwälder:
Ich war echt begeistert, wie gut sich die Bäume formen ließen. Auch nach dem Backen waren sie nicht in sich zusammengefallen, sondern spitz wie zuvor. Dafür sind die Tannenwipfel braun geworden. Deshalb die Hexfelder nicht zu lang im Ofen lassen. Was ich erst später erfahren habe, war, dass der heiße Keksteig beim Rausnehmen noch weich ist, auch wenn er schon fertig ist. Erst beim Auskühlen wird er hart. Also lieber kürzer backen, als braune Landschaften riskieren.
Das vollbrachte Werk:
Und so sieht das ganze Spielfeld aus. Eine würdige Belohnung für einen nach stundenlanger Arbeit schmerzenden Rücken. Den Staubzucker habe ich weggelassen, damit man die Farben der einzelnen Felder besser sieht. Außerdem ist das Spiel dann keine so große Sauerei.
Nach dem zweiten Durchgang (bei dem ich den Teig in kleineren Portionen einzeln verarbeitet habe) ist sogar noch genug Teig übrig geblieben um Straßen, Siedlungen und Städte zu formen. Ebenfalls eine langwierige Kleinarbeit, die ich mir beim nächsten Mal sparen würde.
Ein catanisches Idyll:
Den Hagelzucker habe ich dann immerhin für die Schafe auf der Weide verwenden können. Die Zahlenchips stammen aus der 3-D-Siedler-Edition, sie sind leichter abwaschbar. Man sieht eine Siedlung mit Straße.
Der Catano bricht aus:
Das rote Gelee im Vulkan habe ich weggelassen. Die Lava, die wie die Glasur der Wasserfelder aus der Rum-Zucker-Mischung ist, nur mit orangefarbener statt blauer Lebensmittelfarbe, reicht völlig um einen feurig-gefährlichen Eindruck zu erzielen.
Goldflussbesetzung:
Und zu guter Letzt noch ein Bild, wie die Räuber den Goldfluss besetzt haben. Kein Wunder, bei den ganzen Goldnuggets, die hier herumkullern.
Zum Schluss:
Ich muss sagen, das Backen hat mir als komplettem Neuling im Kekseback-Geschäft verdammt viel Spaß gemacht. Nachdem ich erst einmal über den Tiefschlag mit den komplett deformierten Hexfeldern hinweg war, war ich sogar so motiviert die Weideflächen neu zu machen und die ganzen Straßen zu wutzeln. Die eigentliche Herausforderung nach dem Backen und Modellieren ist aber, auch die Küche wieder sauber zu bekommen. Aber das Spielen auf einem selbst gebackenen Catan hat diese Mühen eindeutig wettgemacht.
Liebe Grüße und einen schönen Winter noch wünscht
Suilui _________________ Grüße aus Süd-Catan 
Zuletzt bearbeitet von Suilui am So 13 Jan, 2013, insgesamt einmal bearbeitet |
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Bettina Diplomat


Anmeldedatum: 31.03.2004 Beiträge: 1301 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Sa 12 Jan, 2013 Titel: |
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Super  |
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RedPiranha Moderator


Anmeldedatum: 09.10.2001 Beiträge: 9245 Wohnort: Marktheidenfeld, Unterfranken, Bayern, Deutschland, Europa
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Verfasst am: Sa 12 Jan, 2013 Titel: |
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Sehr schön, dass ich dich inspirieren konnte.  _________________
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Purity Kämmerer


Anmeldedatum: 11.12.2006 Beiträge: 560
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Verfasst am: Sa 12 Jan, 2013 Titel: |
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| fantastisch! durfte der gewinner oder musste der verlierer alles aufessen? :-D |
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Suilui Kämmerer


Anmeldedatum: 19.04.2006 Beiträge: 601 Wohnort: Wien/Österreich
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Verfasst am: So 13 Jan, 2013 Titel: |
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Wer wieviel essen darf, ist durch die Spielregeln festgelegt. Immer wenn auf ein Spielfeld der fünfte (bzw. dritte; siehe Atlantis-Regeln) Sturmflutmarker gelegt wird, geht dieses unter und wird von dem Spieler gegessen, der gewürfelt hat. Wir haben die Felder aber zuerst zur Seite genommen und nach dem Spiel gegessen.
Sie schmecken nebenbei sehr lecker. :-)
LG Suilui _________________ Grüße aus Süd-Catan  |
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Snowqueen Kämmerer


Anmeldedatum: 16.08.2005 Beiträge: 626 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: So 13 Jan, 2013 Titel: |
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SUPER Suilui!
Ich bin schwer begeistert und total beeindruckt.
Wozu Männer doch fähig sind wenn sie etwas wollen...
Ne, im Ernst, klasse Leistung! Da wär ich gerne dabei gewesen.
Lieben Gruß
Snow |
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Suilui Kämmerer


Anmeldedatum: 19.04.2006 Beiträge: 601 Wohnort: Wien/Österreich
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Verfasst am: Di 15 Jan, 2013 Titel: |
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| Snowqueen hat Folgendes geschrieben: | SUPER Suilui!
Ich bin schwer begeistert und total beeindruckt.
Wozu Männer doch fähig sind wenn sie etwas wollen...
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Vielen Dank!
Naja, Männer brauchen dann auch sehr lange. ;-) Ich hab mir immerhin einen ganzen Tag für das Backen und Herrichten Zeit genommen. Hab dann unter Tags auch was anderes gemacht, war dafür aber erst spät nächtens fertig.
LG Suilui _________________ Grüße aus Süd-Catan  |
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