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Stärken & Schwächen der Zauberei nach B&H und Reform

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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Die Siedler von Catan Community Foren-Übersicht » Die catanische Zauberei
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TheShark
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BeitragVerfasst am: Mo 15 März, 2004    Titel: Stärken & Schwächen der Zauberei nach B&H und Reform

Inzwischen dürfte B&H ja nicht mehr all zu neu sein und jeder wird seine Erfahrungen gesammelt haben. Wie haben sich B&H und die Reform auf die Zauberei ausgewirkt?

Nun, offensichtlich ist, dass die Zauberei nicht mehr der alleinige Sieggarant ist. Dies war ja auch durchaus beabsichtigt. Dennoch kann Zauberei immer noch sehr stark sein.

Die maßgeblichen Zauberbücher sind jetzt das mag. Auge und das Zeitrad. Auch der Hüter d.S. hat die Reform samt Verteuerung ganz gut "überlebt" und ist durchaus in einigen Zauberdecks zu finden, während die Inspiration nun eher ein Schattendasein fristet. Dies wird wohl auch daran liegen, dass mit der Kombi Mag. Auge und Schreibstube ähnlich gute Resultate zu erzielen sind. An Bedeutung gewonnen hat für mich das Zauberveto, welches vor der Reform nur selten zum Einsatz kam, jetzt aber häufiger zu sehen ist.

Das "klassische" Zauberdeck mit schnell materialisierter Stadt, Markt --> HM und dann immer schön klauen gibt es kaum noch. Dies dürfte daran liegen, dass neben den Lagerdecks auch mit Flottendecks oder der Weinkellerei verschiedene Strategien auf HM setzen und die HM für den Zaubi nicht mehr so einfach realisierbar ist.

Dafür gibt es aber auch neue interessante Möglichkeiten für die Zauberer unter uns. Hafen-Schatzflotten-PM erfreut sich durchaus großer Beliebtheit und ist auch recht erfolgreich. Auch der Triumphbogen lässt sich mE am besten in Kombination mit Zauberei einsetzen.

Da die Zauberei insgesamt nicht mehr so oft anzutreffen ist werden derzeit überwiegend Decks eingesetzt die für den Einsatz gegen Muggel konzipiert sind. Andererseits animiert dies auch zu diversen "Light-Zauber"-Strategien, bei denen nicht mit schneller Zita und Zauberer begonnen wird sondern z.B. erst expandiert und dann später eine Zita gebut wird. Zauberhände sind dadurch nur noch selten anzutreffen, ebenso die Zauberbünde aus dem B&H-Set.

Die entscheidende "Schwächung" der Zauberei sehe ich daher auch nicht in der Verteuerung der Zauberbücher oder in der Klaubarkeit von Zauberaktionen. Spielentscheidend ist für mich viel mehr (zumindest für alle Vollzauberdecks, die nach wie vor mit Zita und Zaubi starten) der Punkt, wie schnell man seine Zitadelle gebaut bekommt. Ich habe in vielen meiner Spiele mit oder gegen Zauberei festgestellt, dass der Erfolg der Zauberdecks wesentlich von einer schnellen Zitadelle abhängt. Ist diese frühzeitig gebaut gehört die Zauberei nach wie vor zu den stärksten Strategien überhaupt.

Wenn andererseits die Zita durch ausbleibende Sonne, ungünstige Ertragszahlen und/oder eine unpassende Keule am Anfang verhindert wird sieht es schlecht aus für den Zaubi. Dieser Punkt ist für mich spätestens bei Erreichen des 7. Siegpunktes gegeben. Wenn die Zita nicht vor dem 7. SP steht hat der Zauberer kaum noch Chancen. Seine Handkarten sind dann i.d.R. durch Zauberer und Zauberbücher blockiert, während der Gegner einen kräftig mit Aktionskarten traktieren kann und damit den Bau der Zita immer weiter verhindert. Ich hatte diverse Spiele, wo meine Zita dann erst so in der 12./13. Runde stand und ich die Spiele natürlich völlig chancenlos verloren habe.

Mein Fazit:
Die Zauberei ist nach wie vor ein sehr starke Strategie. Allerdings hängt sie sehr stark von einem gelungenen Start mit früher Zitadelle ab und ist daher insgesamt glückslastiger geworden. Dies ist für mich der Hauptgrund, warum ich nicht noch häufiger zaubere. Allerdings habe ich auch nach der Reform immer wieder Zauberdecks gespielt und werde das natürlich auch weiterhin tun.

Sharky

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RedPiranha
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BeitragVerfasst am: Mo 15 März, 2004    Titel:

@Sharky: Im Großen und Ganzen stimme ich deiner Analyse zu. Ich habe aber auch schon mit schnellen HM- oder anderen Lagerdecks gegen Zaubis gewonnen, die schnell die Zita und bis zu 6 Zauberer ausliegen hatten, wobei deren Fehler vielleicht auch gerade die hohe Anzahl von Zaubis in der Anfangsphase war. Dadurch wurde das mag. Auge fast nur zum Suchen von Zauberern benutzt, AKs mit denen ich hätte gebremst werden können wurden kaum gespielt. Rohstoffe wurden zudem erst mal in Zauberer investiert oder gingen durch Händler, Gewürzkarawanen, Raubzüge und Mühlen verloren.

Hatte ich vorher als Muggle eine Null-Bilanz gegen Zauberer, so ist das jetzt fast umgekehrt, ich habe vielleicht höchstens 5 meiner Spiele (als Muggle) gegen Zauberer verloren, meine eigene Bilanz als Zauberer würde ich bei etwa 50:50 sehen, also deutlich schlechter als mit Muggle-Decks.

Die PM-Gold-Zauberei ist aber nach meiner Erfahrung gegenüber früher nicht mehr so erfolgreich,. Das liegt auch daran, dass jetzt mehr Flotten- und Lagerdecks gespielt werden und die sind insbesondere in der Anfangsphase schneller als Z&D-Decks, dann kommt hinzu, dass jetzt auch in vielen Muggle-Decks die Zollstation enthalten ist, meistens in Kombinarion mit einem Handelsposten an Gold. Die Netto-Bilanz beim Einsatz des Zeitrades ist also für den Zauberer bis die 2. Zollstation und/oder die Schatzflotte (die ist aber auch in fast allen Muggle-Flotten-Decks enthalten) stehen negativ, d.h. der Muggle profitiert lange Zeit deutlich mehr vom Zeitrad als der Zauberer, insbesondere wenn man um die Keule zu vermeiden quasi gezwungen ist das Zeitrad einzusetzen.

Ich habe deshalb meistens den Gr. Turnierplatz und Flavo als zusätzlliche Alternative dabei, das sind pro Zug - wenn Flavo nicht wechselt - ein Nettogewinn von 2 Rohstoffen ohne dass der Muggle etwas bekommt.

Ein ganz wichtiger Punkt, der zur Stärkung der Muggle-Decks geführt hat ist aber die Schreibstube, die es den Muggles (aber natürlich auch den Zaubis als Ersatz für die Inspiration) erlaubt das Spiel sicherer durchzuziehen. Die Inspiration hab ich dagegen zuletzt nur in ZD-Uni-Decks gesehen wo durch die vielen Uni-AKs sich der Einsatz richtig lohnt. Da jetzt am Ende des Zuges alle überzähligen Karten unter einen Stapel gelegt werden müssen ist der Einsatz der Inspiration zudem schwieriger geworden, da man so Karten schlechter gleichmäßig oder nach Bedarf verteilen kann. Vorher war es ja möglich Karten, die man erst später im Spielverlauf benötigt unter dicke Stapel zu legen während man Karten, die man in einem der nächsten Züge einsetzen wollte unter einen dünnen oder auf einen leeren Stapel zu legen.

Was das Zauberveto betrifft, so ist dieses gegen Schreibstuben und leere Stapel auch unwirksam.

Ein Zauberbuch, dass man auch kaum noch sieht ist der Landzauber, aber ich habe auch lange nicht mehr gegen Zanki gespielt.

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Tigerin
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BeitragVerfasst am: Mo 15 März, 2004    Titel:

Meiner Meinung nach wurde die Zauberei durch die Reform auch eben im Hinblick auf die Stärkung anderer Strategien (Flotte, Rathaus, Bibliothek) zu sehr geschwächt und vor allem eingeschränkt.

Hier wurde der Bogen mit der ZD-Schwächung einfach überspannt. Klassische Strategien haben kaum mehr eine Chance gegen gute Muggeldecks, Lightstrategien können durchaus noch erfolgreich sein.

Gerade für Zauberanfänger ist es deshalb deutlich schwieriger geworden, sich in die Zauberei einzufinden.

Ich selbst habe ja jahrelang vorwiegend gezaubert, sehe aber inzwischen bis auf wenige Ausnahmen die Mugglestrategien als erfolgversprechender an.

Die Schwächung von ZD hat sich ja auch deutlich im geminderten Interesse an ZD-Strategien gezeigt.

Ich selbst habe die Konsequenz gezogen, als Moderatorin für ZD sowohl im COW-Forum als auch hier zurückzutreten.

mfG
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Nairolf
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BeitragVerfasst am: Di 16 März, 2004    Titel:

guddn tach

zd ist geschwächt.keine frage!
ich seh den grund dafür in erster linie in der verteurung der hauptzauberbücher inspiration und dem hüter d. s., die es dem zaubi ermöglichten, sowohl kartenstapel als auch ereignisstapel zu kontrolieren.mit dem zeitrad war dann die spielkontrolle perfekt.
das geht halt nicht mehr.
nun muss man sich entscheiden entweder den ereignisstapel oder den kartenstapel zu beherrschen.
will man beides ist man zu langsam.seltener hütereinsatz stärkt zudem jede andere ereignisbasierete strategie.
die verteurung des wissen der ahnen macht das zaubern unvariabler( für 2 zk nen spion zu recyclen--das überlegt man sich schon mal ).
jedoch glaub ich, dass zd im moment etwas unterbewertet ist.es ist keine überragende strategie mehr aber immer noch eine sehr gute.
zd ist im vergleich zu anderen strategien schwieriger zu spielen und deshalb nich so beliebt denk ich.
könner ziehn einen damit immernoch vom hocker(aber auch vor der reform waren nur gute spieler mit zd wirklich erfolgreich).
handelsdecks sind beliebt was echt ein bissl ein problem ist,
aber gegen alle decks mit teuren gebäuden und wenig hp (die man super abkokeln kann )ist zd immernoch super.
es ist immernoch der sicherste uni killer und die sieht man ja wieder haufiger.
man muss es nur kompromisloser spielen und sich nicht gegen alles zu wappnen versuchen( geht bei anderen decks ja och nit)

nairolf

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thales
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BeitragVerfasst am: Di 16 März, 2004    Titel:

Liebe Tigerin,

ich find es Schade, daß du deinen Moderatorenposten aufgibst und möchte dir noch einmal für dein Engagement danken
Das Z&D tod ist, würde ich verneinen. Jedoch hat sich die Diskussion offensichtlich in den Decks für das Kartenspiel verlagert. Ich sag nur Triumph der Zauberer, Böser Ritter-Zaubi oder gar Zauberhaften Lager.
Ich finde, Zauberer sind immer noch die unangenehmsten Gegner. Auch wenn Flotten- o. Unispieler sicherlich häufiger gewinnen, ziehe ich sie den Zauberern vor. Gerade weil Z&D aus der Mode ist, hat man doch wieder alle Möglichkeiten.
Du sagst, Gerade für Zauberanfänger ist es deshalb deutlich schwieriger geworden, sich in die Zauberei einzufinden. Da muß ich dir widersprechen. Ich denke, gerade weil die Muggeldecks so stark geworden sind, besteht keine Notwendigkeit sich der Zauberei zuzuwenden. Schau dir doch mal die neuen Anfängerdecks in der COW an. Vielleicht noch einen Raubzug und einen Feuerteufel rein und man kann damit schon gar nicht mehr verlieren ^^

Catanische Grüße,
thales

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Alf1962
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BeitragVerfasst am: Mi 31 März, 2004    Titel:

Klassische Zauberdecks sind nach B&H erheblich schwächer geworden. Da habe ich mit Muggeldecks doch größere Chancen als vorher. Mit klassischen Zauberdecks meine ich solche, die auf Zoll, event. Kloster, Mag. Auge, Zeitrad, HdS und Inspiration bauen. Durch die teure Inspi wird das Deck auf jeden Fall langsamer. Vor B&H waren solche Decks der Graus. Ein Zug des Zaubis dauerte ewig, da erst Inspi und dann Mag. Auge kamen. Und ehe diese Karten abgebaut waren, dauerte es schon einige Zeit.

Heute haben Zaubi-Decks gute Chancen mit Lagern und Weinkellerei. Die Inspi fehlt meistens. Auch mit Rittern kombiniert, sollte ein ZD gute Chancen haben, meist noch mit dem Bogen im Deck.

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Ach du meine Nase - platsch quatsch
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OldMagician
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Beiträge: 332

BeitragVerfasst am: Mi 31 März, 2004    Titel:

Ausserdem lassen sich die Lager gut mit einem Handelsdeck-Z&D kombinieren...

OM

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Die stärkste Karte des Decks ist die, die du gerade rausgeworfen hast
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Livermore
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BeitragVerfasst am: Fr 23 Apr, 2004    Titel:

Ich schließe mich dem Großteil der hier geäußerten Meinungen an:

ZD ist immer noch stark. Es ist halt immer davon abhängig gegen welches Deck man spielt und wie oft die gegn. Ereignisse (Ertragreiches Jahr/Glückliche Handelsfahrt/Überfall+Konflikt) kommen bevor man hüten kann bzw die 1. Bessere Welt spielen kann.

Natürlich hängt sehr viel vom schnellen Bau der Zita ab, keine Frage.

Tigerin hat schon Recht wenn sie sagt, daß ZD anspruchsvoller geworden ist. Anfänger müssen schon sehr lange üben bis sie gut zaubern können. Ist mittlerweile wirklich ein Kusnt geworden, sozusagen die Krönung des Turnierkartenspiels

HabedieEhre

Livermore
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OldMagician
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Beiträge: 332

BeitragVerfasst am: Sa 24 Apr, 2004    Titel:

Ich wusste schon immer, dass ich unter meinem Zauberhut eine Krone trage, jetzt ist es also Offiziell *freu*
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Die stärkste Karte des Decks ist die, die du gerade rausgeworfen hast
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