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Dominion - EIn paar provozierende Bemerkungen...

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OWI
Baumeister
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Anmeldedatum: 20.05.2001
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BeitragVerfasst am: Sa 11 Jul, 2009    Titel: Dominion - EIn paar provozierende Bemerkungen...

Zuvor mal zwei Bemerkungen:

1. Ich freue mich, dass Dominion es geworden ist.

2. Auch ich halte Dominion für ein sehr gutes Spiel. Die vielen sehr fantasievollen Karten und damit die vielen Wahlmöglichkeiten sind sehr interessant. Und der Grundmechanismus ist zumindest für mich ganz etwas Neues, auch wenn das dauernde Mischen schon etwas mühsam ist.


Allerdings schleichen sich bei mir in letzter Zeit gewisse Zweifel ein, ob Dominion wirklich zu den "ganz Großen" gehört. Da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind, müßte man das eigentlich einfach so stehen lassen...

Ich habe aber doch ein gewisses Argument, das mir stichhaltig erscheint, wozu ich auch gern Eure Meinung hören würde:

Ich habe den Eindruck, dass die Siegstrategie bei dem Spiel eigentlich sehr eintönig ist. Man sammelt Geldkarten und kauft so viel als möglich Provinzen und halt noch auch Herzogtümer. Mehr als zwei Aktionskarten braucht man fast nicht, mehr sind eigentlich hinausgeschmissenes Geld.

Daher frage ich mich ernstlich, was die vielen verschiedenen Karten eigentlich sollen. Zum Sieg braucht man nur ganz wenige, dass heißt, dass ich vermute, dass man den Großteil fast nie wirlich im Deck benutzen wird (außer man ist gar nicht auf den Sieg aus). Dieser Umstand wird dadurch verschärft, dass ja jeder nur für sich spielt und es 10 Karten von jeder im Spiel gibt. Dass heißt, jeder hat die Möglichkeit sich eine Karte, die er will, auch zu kaufen. Er wird nie in das Problem kommen, dass ein anderer ihm eine Karte wegschnappt (wie zum Beispiel im Siedler-Kartenspiel) und er zwangsläufig sein geplantes Deck umstellen muß.

Es ist letztendlich extrem davon abhängig, welche fünf Karten man nachzieht. Entweder sind schon genügend hohe Geldwerte drin, oder es ist wenigsten eine passende Aktionskarte enthalten, die einem die Möglichkeit gibt im Zug noch nachzuziehen.

Mehr, so möchte ich provozierend formulieren, ist es trotz all der vielen Karten nicht... Und damit wäre Dominion doch nur wieder eines in der Reihe der guten, aber nicht aussergewöhnlichen Spiele des Jahres. AUf jeden Fall aber wäre es fraglich, ob diese Wahl wirklich ein Tribut an die Vielspieler war, wenn den das Spiel kein klassisches Vielspieler-Spiel ist...

Über Eure Meinungen dazu (bitte möglichst alles ausser "Geschmäcker sind eben verschieden", denn das wissen wir schon) würde ich mich freuen....

Gruß aus SÜd-Catan

Karl-Heinz
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Catanist
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BeitragVerfasst am: Sa 11 Jul, 2009    Titel:

Ich glaube nicht, dass es den Bekanntheitsgrad wie ein Siedler oder ein Carcassonne erreichen wird, denn der Mechanismus und auch das Aussehen sind nicht jedermanns Sache. Ich zumindest würde es in der Reihe "Schöne Spiele" nicht an vordeste front stellen.

Dennoch halte ich Dominion für ein super Spiel, wahrscheinlich weil es mir unglaublich viel Spaß macht! Ich bin bald bei 1000 Onlinespielen, real ergeben sich leider nicht ganz so viele Möglichkeiten.

Und genauso wird es auch den ein oder anderen Wenig- bis Nichtspieler geben, dem Dominion gefällt und so zum Spielen kommt. Allerdings nicht wie bei Carcassonne, dass ja inzwischen in zig Familienhaushalten zu finden ist. Auch wenn es vielleicht ein paar Gemeinsamkeiten sowie einen ähnlichen Komplexitätsgehalt mit Magic-The Gathering hat [ich habe mich damit nur wenig beschäftigt; meiner Meinung nach soll in einem Spiel nicht der gewinnen, der am meisten dafür bezahlt hat], wird es nie so bekannt werden, da es auch mit dem großen roten Pöppel nicht in der selben Art und Weise promoted wird.


Aber wie gesagt: ich spiele es gerne und freue mich über jeden, der auch seinen Gefallen daran findet. Und wer lieber etwas anderes spielt, soll es tun - egal ob Vielspieler, Wenigspieler, Gelegenheitsspieler, Sonntagsmittagsspieler, ....... und so weiter.

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Silberklinge
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Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: So 12 Jul, 2009    Titel:

Zur Kirtik an den taktischen Möglichkeiten:

Ich habe bisher noch keine guten Erfahrungren mit der Nur-Geld-Strategie gemacht. Trotzdem scheint diese bei vielen ja zu funktionieren (wenn die Mitspieler blöd genug sind ). Diese führt, wie du richtig sagst, das gesamte Spiel ad absurdum.
Die Taktik funktioniert allerdings nur wenn zum Beispiel die Gärten nicht im Spiel sind. Auch in der Erweiterung "Intrige" sind einige kombinierte Königreichkarten, die eine solche Taktik verhindern. und dann gibt es ja auch noch die Flüche (Hexe, Trickser), die eine Nur-Geld-Strategie schnell lahm legen können.

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"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt" (Friedrich Schiller in 'Über die ästhetische Erziehung des Menschen')
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miraflourid
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BeitragVerfasst am: Mo 13 Jul, 2009    Titel:

Ausserdem gibt es da noch die Strategie mit der Kapelle!
Ich persönlich spiel gern mit Geld ansammeln, also konservativ.
Verliere aber immer öfter gegen solche Spieler, die "kapellieren".


Mira
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Suilui
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BeitragVerfasst am: Do 06 Aug, 2009    Titel:

Ich hab wo anders schon gesagt, dass die geld variante bei mir nicht funktioniert hat. Das kann natürlich auch an meiner schlechten spielweise liegen.
Ansonsten finde ich deine Zweifel lieber Mitstaatsbürger :ösi: durchausberechtigt.
Nichtsdestotrotz liebe ich dieses spiel.

Ein kurzer miniausflug ins reich der offtopic:
ich bin selber magicspieler, und stimme zu, dass mehr geld bessere chancen bietet. Ich will magic nicht verteidigen (schließlich habe ich meinen wunsch ein bestimmtes deck zu bauen aus geldgründen noch nicht umgesetzt) dennoch habe ich noch zwei argumente:

1.: Es ist sammelkartenspiel. Das ist bei siedler nicht dert fall, weil es keine zufallskartensätze gibt
und
2.: Bietet es auch für die kleine geldbörse Spielspaß. Allerdings hat man nur gegen gleiche verhältnisse eine chance.

Ein ähnliches Problem weisen mn die (ansich schönen) Tabletop ala Warhammer etc auf.

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simonschmidt
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BeitragVerfasst am: So 27 März, 2011    Titel:

Ich finde man sollte diese Kritik zu Dominion ruhig wieder etwas auffrischen, da es ja zur Zeit sehr bekannt geworden ist bzw. bekannt wird. Daher entschuldige ich mich dafür, dass ich auf ein eineinhalb Jahre altes Thema antworte.

Meiner Meinung nach ist nämlich Dominion wirklich nicht sooo gut, wie manche überzeugt sind. Das liegt vor allem daran, dass man doch sehr beschränkt ist, wenn man auf Sieg spielen will. Die beste Erfahrung habe ich mit folgender Taktik gemacht (sehr generell):

1. Ein paar Aktionskarten (v.a. neue Karten oder so etwas wie Miene, Kapelle,...)
2. Geldkarten
3. Herzogtümer

Die Strategie lässt sich an fast allen "offiziellen" Decks anwenden und ich habe immer gute Chancen zu gewinnen, allerdings sind wir keine Vielspielegruppe (leider!), somit kann es auch an mangelndem Spielverständnis liegen.

Genau aus diesem Grund halte ich Dominion nicht für ein "Spiel des Jahres" für Wenigspieler und auch nur bedingt für Vielspieler (da man schon sehr, sehr strategisch denken muss, um taktisch viele gute Handkarten zu bekommen und spielen zu können!)

Das ist allerdings alles meine Ansicht und man mag mir gerne widersprechen^^
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Grzegorz
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BeitragVerfasst am: So 27 März, 2011    Titel:

Wer auch immer meint, bei Dominion könne man mit der oder der Strategie nahezu 100%-ig gewinnen, den verweise ich auf dominion.isotropic.org. Dort wirst du schnell herausfinden, dass deine Strategie i. A. für die Katz ist. Denn das ist das äußerst Herausragende an Dominion: Man muss gezielt aus der Auslage das Beste rausholen. Es gibt keine 08/15-Siegstrategie. Für das Basisspiel allein mag das noch gelten, was du schreibst, aber mit Erweiterungen bist du hoffnungslos verloren, wenn du diese Strategie fährst.

Und auch im Basisspiel sollte man nicht pauschalisieren. Auch eine reine Geldstrategie kann man u. U. schlagen, indem man bestimmte Karten kauft und optimal nutzt.

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simonschmidt
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BeitragVerfasst am: So 27 März, 2011    Titel:

Sicher, ich habe ja extra geschrieben, dass es sehr generell ist und ich habe bis jetzt auch nur selten die Gelegenheit bekommen mit mehr dem Basisspiel und der Intrige zu spielen, daher wird es wahrscheinlich auch so sein, dass du Recht hast, aber wurden die Erweiterungen zum Spiel des Jahres oder das Basisspiel zum Spiel des Jahres gekrönt?
...Außerdem war es ja keine reine Geldstrategie sondern auch mit Aktionskarten...
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ZEUS
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BeitragVerfasst am: Mo 28 März, 2011    Titel:

Ich denke, die Fast-nur-Geld-Strategie funktioniert sehr oft. Die kann nur durch teure Aktions-Karten, auf denen +Geld und +Aktion bzw. +Kauf gefährdet werden. Wenn allerdings der Dieb im Spiel ist, kann man diese Strategie natürlich vergessen.
Ich spiele aber auch gerne mit ein bisschen Spass. Und der geht dabei dann doch verloren.
Also lieber ein paar schöne Karten kaufen, und sehen was passiert. Wenn dann alles schief geht, kann man die Karten ja immer noch an die Wand feuern.

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