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Roland Gast
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Verfasst am: Do 29 Nov, 2001 Titel: |
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Hallo Leuts,
ich hab mal ne Analyse gemacht, warum das Standard-Unideck so gut funktioniert. Es ist ein so genialer Selbstläufer, weil es wirklich, auch mit weitgehendem Würfelpech und trotz feindlicher Attacken, aus sich selbst heraus läuft, d.h. Aus RS-AK (Rohstoffliefernde Aktionskarten).
Das Standard-Deck hat nur eins zum Ziel: 3 Städte und 7 SP-Ausbauten.
Das ergibt die nötigen 13 SP.
Notwendig dafür sind Kloster, Baukran (zur Ausbauten-Verbilligung) und (33-7-2=)24 AK (insbes. RS-AK, dazu 2 Kanzler, Medicus ...).
Diese "Scheuklappen"-Standard-UNI (mit Kloster, UNI, Baukran auf der Hand) kann auf vielfältigste Weise variiert werden. Ob es sich dabei verbessert oder verschlechtert, muß im Einzelfall untersucht werden.
Eine Verbesserung stellt mMn die Hinzunahme des Nebenziels "Handelsmacht" dar, da damit nicht nur ein SP gesichert wird (und dem Gegner gleichzeitig einer entzogen wird = 2 Differenz!), sondern gleichzeitig weitere RS-AK möglich werden wie Gewürzkarawane sowie Handelsmonopol und Anton (letztere beiden schon mit erstem Handelskontor). Zusatznutzen: gelegentliches RS Räubern beim Mitspieler.
Es sei ausgegangen von folgendem Handels-Unideck:
2 UNI, Kirche, Bad, Gericht, Bischofssitz, Feuerwache; Baukran; 2 Handelskontor, Großer Hafen; Mission, Kloster, Zoll.
Je 2 Händler, Karawanen, G.Bürgerm., Erfinder, 3felderw., Buchdruck, Gewürzkarawane, Anton, ein mal Handelsmonopol, dazu 1 Kanzler, 1 Medicus.
Das Deck ist im Wesentlichen angelehnt an mein vor Monaten gepostetes "Anton-Deck". Mission verhindert u.a., daß frühe Feuer-Attacken gegen Kloster allzu schmerzhaft sind.
Kalkulation:
17 RS-AK bringen 41 RS (und kosten 7 RS, die sowieso übrig sind. Dem Gegner kosten sie 11, solche, die ihm abgehen!). Das sind 2,4 zusätzliche RS pro AK.
11 Stadtausbauten kosten 33 RS, also 3 pro Ausbau.
Die 41 RS aus RS-AK finanzieren also lässig den Bedarf an 33 RS für Stadtausbauten.
Dazu kommen für 12 Würfelrunden (=6 Spielrunden; nach 3.SP) 16 Ertragswürfel-RS, 4 Zoll-Gold und 2 freie RS aus Sonne sowie 2 aus Mühle. Zusammen +24.
7 RS kosten die eigenen AK (s.o.), 2-6 die gegnerischen (vorausgesetzt, er kommt nicht an die Handelsmacht). Zusammen -11.
15 RS für die 3 Städte (Kosten vor dem 3. SP können nicht durch AK finanziert werden).
Einnahmen von 41 + 24 = +65 RS
stehen also
Kosten von nur 33 + 11 = 44 RS
gegenüber.
Noch nicht berücksichtigt sind Ereignis-Karten und gegnerische Angriffe.
Aus 19 AK lassen sich aber leicht 3 Schwund durch Spionage verschmerzen. Mission und Baukran mildern den von Feuerteufel und Überfall zugefügten Schmerz. Zoll verhindert lange Kirchenbann-Durststrecken. Medicus gegen Seuche (mehr als 1 mal selten erlebt).
Schlußfolgerung:
Es werden i.d.R. längst nicht alle RS-AK verbraucht, vor allem dann nicht, wenn nicht alle 3 Handelsmachtkarten gelegt werden. Oder: Das Spiel ist in weniger als 12 Würfelrunden nach 3. SP beendet. Zweiter Kanzler kann hier noch beschleunigen helfen!
1-2 Angriffskarten könnten noch mit reingenommen werden, ohne daß das Deck sich selbst ausbremst. Kirchenbann kommt gut, wenn er früh genug gelegt wird und der Gegner kein Zoll hat. Inquisition ist eher zweifelhaft. Ein UNI-Spieler erreicht durch gegnerische Inquisition oft genug eine Verbesserung seiner Handkarten.
Imelda und/oder Kanone sind oft hilfreich (Siggi?).
Ob die verschiedensten UNI-Deckvariatinen eine Verbesserung der obigen RS Kalkulation erreichen können, müßte auf die gleiche Art noch überprüft werden. Meine Vermutung: jede weitere Hinzunahme einer Ausbau bzw. Angriffskarte auf kosten einer RS-AK bremst das Deck in doppelter Weise aus (mehr Kosten und weniger RS-AK Einnahmen).
Gruß
Roland
PS: Eigentlich sollte dieses Topic ein Plädoyer für kreative UNI-Varianten (und Anti-Uni-Varianten) werden. Sieht aber so aus, als obs das Wasser auf die Mühlen des obigen Handels-Unidecks (Antondeck!) leitet. (Hat da nicht jemand mal Anton geschmäht?)
Hoffe auf rege Beteiligung, vielleicht gibts ja doch noch kreative Überraschungen.
:wink:
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Livermore Baumeister

Anmeldedatum: 14.07.2001 Beiträge: 479 Wohnort: Fürth
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Verfasst am: Do 29 Nov, 2001 Titel: |
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Hallo Roland,
sehr interessante und zutreffende Feststellung. Ich wüßte auch nicht, was ich dem noch hinzufügen soll. Es ist einfach Fakt, dass das Standart-Unideck einfach das effektivste ist. Leider. Dein Posting unterstreicht dies eindrucksvoll.
Es ist schon viel (auch von mir) über die Stärke der Uni-Decks geschrieben worden. Ich selbst sehe es so, daß diese Taktik die optimale für Einsteiger und leicht Fortgeschrittene ist. Nur wer wirklich sehr lange spielt wird drauf kommen, dass es doch noch andere Möglichkeiten mit sehr guten Siegchancen gibt, die jedoch schwerer zu beherrschen sind. Finde ich jedenfalls.
HabedieEhre
Livingston |
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Roland Gast
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Verfasst am: Do 29 Nov, 2001 Titel: |
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Hi Livingston,
diese Meinung teile ich nicht, daß das Standard-UNI-Deck (im oben beschriebenen Sinne) das stärkste ist. Es hat mehr RS-AK, als es für seinen minimierten Ausbau-Bedarf benötigt. Von daher gibt es schon noch einzelne Variationen, die Verbesserung bringen.
"Anton" (mit Handels-Kontor, -Macht), sind solche Variationen. Hoffe, daß ist oben deutlich geworden.
Gruß
Roland |
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Roland Gast
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Verfasst am: Do 29 Nov, 2001 Titel: |
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(Fortsetzung des Original-Postings)
Einzige Schwachstelle des Anton-Decks:
jemand verhindert, daß die RS-AK ausgespielt werden können, durch Verzögern des 3. SP. Dann kann der UNI-Spieler zwar alles bauen (Städte ohne Erfinder/Dreifelderw. halt sehr langsam), aber ohne RS-AK nur mit einem Bruchteil der Geschwindigkeit (d.h. nur basierend auf Ertragswürfel). Der Bremser bremst sich allerdings ebenfalls aus, und hat dann ggf. am Schluß das Nachsehen, wenn die Uni ihren Vorsprung rasend schnell ausweitet. Einzige Ausnahme: Ossis Kanzlerdeck (das ich aber zu den Zauberdecks zähle).
Extreme Expansion wurde mal in den Raum gestellt als Maßnahme gegen UNI-Deck. Da kann ich nicht dran glauben. Expansions-Decks (mit vielen Dopplern auf 6-7 Siedlungen zielend) mögen zwar gegen extreme Verzögerer (darunter Kanzler), die ihren "Einsatz" verschlafen, gut aussehen. Aber Standard-UNI und Anton verzögern oder bremsen i.d.R. nicht. Diese Decks haben auch kaum Platz für Lager etc.
Doppler kosten, bevor sie ernten (und müssen oft noch teuer gesucht werden!). RS-AK sind für UNI-Spieler meist recht, so wie sie kommen. Nee nee, Extrem-Expansionisten sollen ruhig auf 6 Siedlungen gehen. Bis da Städte drauf sind, hat UNI fertig.
UNI muß sich was einfallen lassen gegen Verzögerer (incl. Kanzler). Ohne RS-AK sind 3 Siedlungen zu wenig, denn der Gegner hat wahrscheinlich Lager und EJ (bringen 6 RS je EJ). Mögliche Maßnahmen sind Handelsposten zwischen Gold und Ziegel (dann ist sogar G.Mauer vertretbar). Oder Kundschafter für 2 weitere Ziegel (die sind auch bei Stadtausbauten sehr nachgefragt. Und Expansionisten sind vorerst ausgebremst). Oder beides. Oder Kundschafter für Ziegel und Handelsposten für Holz (nötig auch für 2x Uni, Gericht etc).
So wird aus der sich auf 3 Siedlungen bescheidende Uni schnell ein Expansionistendeck (auf 5 abzielend) gegen Verzögerer (incl. Kanzler, hier auf 7 abzielend). Flexi ist alles!
Siggi hat schon manchen meiner Gegner zur Verzweiflung gebracht. 3, 4 mal hintereinander Ereigniswürfel Turnier, mehrmals im gleichen Spiel. So unwahrscheinlich, daß es nur 1 mal im Leben sein sollte. War trotzdem öfters. Dazwischen Überfälle mit Konflikten. Und das alles nur mit Siggi!
Damit sind wir beim Thema Ritter-UNI-Deck. Am besten geht es natürlich mit Z&D, wegen des billigen grünen Drachen (also besser bekannt unter Drachen-UNI ).
Als Muggle ist Ritter-UNI wie gewagtes Pokern.
Rechnet man 10% echte Ritterdecks mit Ordensburg und so, die einem als Gegner über den Weg laufen, dann hat man die anderen 90% zum größten Teil gewonnen (gleiche Spielerfahrung vorausgesetzt). Und die 10% gegen echte Ritter wehrt man sich halt seiner Haut so gut es geht (geblufft und kalt erwischt! ).
Siggi wird bei Ritter-UNI noch von Imelda gedeckt und natürlich von (frühestmöglicher) Kanone unterstützt. Richard (1/1) mag noch hilfreich sein, wg Schw.Ritter-Funktion. Aber nur, wenn Schmalspur-Ritter-Decks Mode werden und Imeldas mehr und mehr die Wege kreuzen. Schw.Ritter Funktion läßt sich gut mit Spion kombinieren.
Ritter-UNI verträgt sich gut mit der UNI-Expansions-Option (HP + Kundschafter). Statt der lausigen Fortschritte, die meist nur minimale Vorteile gegenüber dem Gegner bringen (wenn überhaupt), liegen dann 2 Überfall und 2 Konflikt im Ereignisstapel. Ärgerlich bis tödlich für die meisten Decks.
Wegfallen kann die hohe Sicherheit für Handelsmacht. Nur 1 H.Kontor, und (die sehr flexibel einsetzbare) Brauerei statt Gr.Hafen. Bleibe von 13 HP immerhin noch 7 HP. Gewürzkarawanen reduzieren.
Rittermacht nutzt in der Anfangsphase gegen ein Verzögerungsdeck weitaus mehr als Handelsmacht, da sich Überfall / Konflikt nicht um den 3. SP scheren.
Von daher würde ich (bluffende) Ritter-UNI-Decks als die aktuellen "Königsdecks" ansehen (unter Nichtbeachtung von ZD bis auf weiteres). Das gilt allerdings nur so lange, bis genügend Spieler mit echten Ritterdecks darauf reagieren. Nichts ist für einen Spieler verderblicher als 4 Überfälle und 4 Konflikte, wenn er keine Chance auf die Rittermacht hat.
Gegenmaßnahmen:
Spielt man ein (bluffendes) Ritter-UNI-Deck und bemerkt, daß der Mitspieler auf Ritter geht, dann schnellstmöglich (neben Siggi) Brauerei legen (mit St.P). Dann ist selbst gegen einen Ordensburg-Ritter (in Minimalkonfiguration, z.B. Otto) ein Unentschieden gewahrt und der Supergau hinausgezögert.
Hat man noch Gr.Mauer, kann man den Spieß sogar umdrehen. Schafft man es, vor dem 2. Ordensburgritter noch Kanone zu legen, dann ist der Mitspieler in die eigene Grube gefallen. Zum Schluß mag er noch mehr Trümpfe in der Hand haben, aber wenn es gelingt, mit Feuerteufel die Ordensburg abzufackeln (oder durch eine Häufung von Überfällen), hat Imelda auch gegen hochrangige Ritter leichtes Spiel. Bestechung lohnt sich ebenfalls in solchen Fällen bei gehäuftem Auftreten von Ritterdecks mit Ordensburgen. Mit Zoll hat man bei Bestechung kein Finanzierungsproblem.
Werde dieses "Königsdeck" mal bei Gelegenheit kalkulieren, ob sich mein Augenmaß bestätigt. Mal sehen, was sich tut.
Gruß
Roland
:wink:
PS: ach so, kalkulieren reicht nicht. Spielerfahrung ist natürlich gefragt. Feedback??
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Roland am 2001-11-29 15:13 ] |
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ThorusBlood Kämmerer


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Verfasst am: Do 29 Nov, 2001 Titel: |
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wo soll das mit diesen Vollblut-Mathematikern bloß hinführen?!
_________________ Keep your eyes opened....
ThorusBlood, der mit den Würfeln spricht  |
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Aragos Baumeister


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Verfasst am: Do 29 Nov, 2001 Titel: |
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Hm, habe vorhin schon mal geantwortet, scheint aber nicht angekommen zu sein...
Also hier mein Kommentar:
So passierte es mir jüngst, dass ich mit dem alten Siggi-Uni-Turbo-Deck spielte (von Roland, glaub ich) Obwohl mir gleich drei meiner fiesen Ereignisse verloren gingen - auch sonst habe ich so viel Pech selten erlebt - und ich gegen ein Uni-Handels Deck spielte, gewann ich am Ende knapp. Es scheint mir, als ob die Erweiterungen nur wenig ändern, da die Uni ja das Glück ausgleicht. Ich gewann dadurch, dass ich nach dem schleppenden Start und lauter Mist plötzlich 7 Karten auf die Hand nehmen konnte. So war das Ausspielen der Vorteile der Uni ein Klacks. Ich glaube,das es bei Uni wirklich darauf ankommt im richtigen Moment die Uni bauen zu können. Dann hat der Gegner ein großes Problem. Allerdings hatte ich bei meinem Spiel den Eindruck, dass mein Gegner das nicht ausreizte. Er hat noch vor mir eine Uni gebaut und fast keine Karten ausgespielt...
_________________ I have returned to you now, at the turn of the tide. - Gandalf the White
Meddle not in the affairs of dragons puny mortal
for thou art crunchy and taste good with ketchup. |
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Livermore Baumeister

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Verfasst am: Do 29 Nov, 2001 Titel: |
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Hallo,
ja, die sämlichen Uni-Variationen hab ich auch schon getestes bzw. gegen sie gespielt. Das Siggi-Unideck mit Konflik etc. finde ich aber schlechter (und viel riskanter) als das "konventionelle" mit Mission, Kloster, Kundsch. bzw. Miss., Kloster, Kloster. Bei letzteren erhält man 2 beliebige Rohstoffe, was in der Anfangsphase gold wert ist.
Auserdem wäre mir das Risiko viel zu groß nur mit Siggi die Ritterereignisse zu legen. Wenn ich auf ein reines Ritterdeck treffe siehts sehr böse aus.
Ist mir schon mal passiert. Ich baue Burg+2 Ritter und mein Gegner - vor mir - auch Burg und die gleichen 2 Ritter. Es hagelte Konflikte und Überfälle. Das Spiel habe ich dann 13:12 gewonnen weil ich nur noch expandiert habe ohne Gebäude und die Karten von oben gezogen habe.
Es gibt noch eine Uni-Schwachstelle: Ein Deck, welches in etwa so aussieht wie das von mir vorgestellte "Rathaus+Spion". Nämlich 3 Spione+Diplomat als Spion + Palast für Spion-Rekrutierung, bzw. Feuerteufel-PM. Hat der Uni-Spieler keine Mauer (diese sollte dann eben abgefackelt werden) , kann er locker 4-6 Karten verlieren, die der Gegner mit dem Geheimbund nutzen kann. Ein klassisches Anti-Uni-Deck.
HabedieEhre
Livingston
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Roland Gast
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Verfasst am: Fr 30 Nov, 2001 Titel: |
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Hi Leute,
danke für die Resonanz.
Nun fühle ich mich doch noch gedrängt, etwas zur Verteidigung von Siggi zu sagen.
Klar es ist hoch gepokert (und bewußt geblufft), mit Siggi, d.h. ohne Ordensritter (=ein Ritter, der von Ordensburg gedeckt wird), die Überfall/Konfliktereignisse zu spielen. Aber wie häufig kommt das denn vor, das der Mitspieler die gleichen Ereignisse hat, und die voll mit Ordensrittern abgesichert? Bluffen ist eben, zu gewinnen, wenn man nichts auf der Hand hat. Und meistens gehts ja gut. Aber auch gegen Vollblutritter hat man seine Chancen mit Siggi. Fallbeispiel (z.T. konstruiert, aber dennoch realistisch):
Du hast Schmalspurritter-Uni-Deck, und legst u.a. Siggi in der 1. Runde. Mitspieler legt Burg u/o Ordensburg. Jetzt weißt Du schon, wohin der Hase läuft. Seine Imelda bringt Dein kleines Siggi um die Ecke, Otto (3/2) nimmt im Schutze der feindlichen Ordensburg seinen Platz ein. Dunkle Wolken ziehen am Ereignishimmel auf. Flucht nach vorne (Expansion oder UNI-RS-AK) bringen jetzt nicht viel, also dem Gegner die Stirn bieten!
Dein Heer besteht noch aus Imelda, Richard (Schw.Ritter-Funktion) und den Allroundern Feuerteufel und Spion. Und natürlich eine Kanone für die Nach-Uni-Zeit. Außerdem Brauerei.
Also sucht man nach einem der Päärchen (doppel ää?? Staun) Imelda/Feuerteufel oder Schw.Ritter/Spion. Das erste Paar kickt den heiligen Ordensritter ganz aus dem Spiel, das 2. Paar bringt selbigen höchstwahrscheinlich auf Deine Hand. Als Vollblutritter hat der Mitspieler wahrscheinlich noch einen Ordensritter auf Lager, auf den Du nun das 2. Päärchen ansetzt.
Ob Du nun den geklauten Ordensritter selbst legst (Bürgerkrieg-Gefahr) oder erst mal vor feindlichen Spionen versteckst, hängt davon ab, wie die StP-Situation ist. Halten Richard, Gr.Mauer u/o Brauerei die Stellung, ists nicht nötig. Mit Kanone wahrscheinlich auch nicht.
Ob man in der Endabreichnung die Rittermacht hat, ist weniger wichtig, solange man auch ohne sie genug SP im Deck hat. Wichtig ist, die Mehrheit der 8 Rittermacht-Ereignisse von sich weg auf den Mitspieler zu lenken. Das dürfte schon fast für den Sieg reichen.
Für den Fall, daß man nun gegen ein von Ritterkarten-Ballast freies Uni-Handelsdeck antritt mit Siggi &Co, dann hat man durchaus gute Karten. Siggi alleine reicht für ca 5 Turniersiege (freie RS). Bürgerkriege kosten 2 Erz. Dem Gegner dagegen kosten 4 Rittermachtereignisse etwa 14 RS (incl. fürs Suchen wichtiger Karten). Da braucht er schon viel Glück, um das wieder aufzuholen. Und wenn seine RS-AK verbraucht sind, siehts mit seinem Nachschub düster aus.
Überflüssigen Ballast hat der Siggi-Uni-Spieler nur wenig: Imelda, Richard. 2 RS-AK oder Handelsmachtkarten weniger lassen sich verschmerzen, die Ritterereignisse sind bei weitem schwerwiegender.
Gruß
Roland
PS: Mit Mission lassen sich wunderbare Synergien nutzen, da sowohl Kloster (Uni) als auch Ordensburg (Rittermacht) unterstütz werden. Bei Kirche schließt sich der Kreis, da sie die durch Ordensburg nicht gedeckten Kanonen in der Metropole vor Bürgerkrieg schützt. Läßt man Zoll, H.Kontor, Handelsposten weg, dann entsteht Platz für die Kombi Mission, Burg, Ordensburg, Ordensritter, Kloster.
Ordensburg kann auch in die Metropole, wo sie, neben Uni und Kirche, von Feuerwache geschützt wird. Damit hätten wir ein UNI-Deck mit Vollblut-Rittermacht. Gegen Ballastlose UNI zwar ein bißchen lahm, aber gut sowohl gegen andere Ritter-Decks ohne Uni als auch gegen Schmalspur-Ritter-Unis.
Livingston, Dein Anti-Uni mit Gesandtschaft-Spionen etc. klingt sehr trickreich. Bist Du in der Praxis denn schnell genug, um den UNIs genug RS-AK entziehen zu können? 4 geklaute aus 18 oder so? Und wenn der andere kein Standard- oder Handels-UNI hat? Palast ist wahrscheinlich nur in Verbindung mit Zeitrad interessant, oder?
:wink: |
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Livermore Baumeister

Anmeldedatum: 14.07.2001 Beiträge: 479 Wohnort: Fürth
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Verfasst am: Fr 30 Nov, 2001 Titel: |
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Hallo,
sehr interessante Diskussion Roland. Was mein Rathaus-Spiondeck angeht, so habe ich nur 1 mal damit gegen Uni verloren. Wichtig ist immer auch der "Weg zum Zentrum" wie ich es nenne, d.h. welche Gebietsausbauten und Aktionskarten verwende ich, bis meine Zentrale Taktik funktioniert. Beim Rathaus-Deck siehts so aus, dass ich 2 Lager, HP (zwischen Gold und Lehm) sowie Kundschafter brauche um mit dem 3. SP zu starten. Ich baue die Verdoppler zwischen Wolle und Erz und habe dann meine "Grundrohstoffe" Wolle, Erz und Lehm das ganze Spiel in ausreichender Menge verfügbar (für Rathaus, Palast, Feuerwache, evt. Hakontor).
Die große Mauer wird nach dem Bau der 1. Siedlung gesucht und gebaut. Nun geht die Spionhatz los. Denn erst jetzt wird der Gegner beginnen die Uni auf die Hand zu nehmen und die entsprechenden Karten zu suchen (vor allem die Kanone will ich).
Ab dann läuft der "Klau am laufenden Band ganz gut". Der Palast wird auch ohne Zeitrad genug Spione und Feuerteufel zurückholen um gut zu wirken.
HabedieEhre
Livingston |
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