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Krieg in Catan

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SebOeh
Baumeister
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BeitragVerfasst am: Mo 22 März, 2004    Titel: Krieg in Catan

Eroberung einer Siedlung
Mir kommt immer wieder die Frage, wieso es nicht möglich ist, Burgen, Siedlungen und sogar Städte zu erobern. Interesanterweise, ist das sogar im Brettspiel so. Das einzige was mir da einfiel war, daß eventuell Klaus Teuber ein Pazifist sei und die Idee des Krieges in seinem Spiel verabscheut.
Man kann interessanterweise das Spiel ganz ohne Ritter gewinnen, ohne jede Streitmacht, jede Verteidigung. So weit ich weiß, gab es das im Mittelalter nicht, oder? Die Staaten, die heute kein Militär haben sind, bis auf den Vatikan, politisch ziemlich unbedeutend.
Versuchen Wir uns mal so eine Variante mit Eroberungsmöglichkeiten vorzustellen:
  • 1. Jedes Fürstentum hat eine linke und rechte Grenze, die aus der am linken oder rechten Ende liegenden Siedlung und ihre 2 am Ende anliegenden Landschaften besteht.
  • 2. Ein Angriff geht nur von der linken oder rechte Grenze des Angreifers (vom Standpunkt des Angreifers gesehen) auf die entsprechende rechte oder linke Grenze des Verteidigers (vom Standpunkt des Verteidigers gesehen).
  • 3. Die Streitmächte des Angreifers und Verteidigers bestehen aus allen an der jeweiligen Ansiedlung liegenden Ritter, Kanonen, Drachen, Kaperflotten usw. Die Große Mauer zählt nur als Verteidigung.
  • 4. Es kann nur einen Angriff an jeder Seite des Fürstentums pro Zug geben
  • 5. Die Stärkepunkte der angreifenden und verteidigenden Streitmächten werden aufaddiert und es wird dann gewürfelt: die Vorgehensweise ist die gleiche als beim Duell der Zauberer.
  • 6. Übersteigt das Ergebnis des Angreifers (oder Verteidigers) die Stärke einer verteidigenden (entspr. angereifenden) Einheit, dann entscheidet der Gewinner des Duells welche dieser Einheiten in den Ablagestapel kommt.
  • 7. Gibt es gar keine Einheit mehr in einer sich verteidigenden Siedlung und gewinnt der Angreifer das Duell, so bekommt er die Ansiedlung mitsamt (LS-) Ausbauten und Rohstoffen.
  • 8. Wenn ein Spieler gar keine Seidlung mehr hat, dann hat er das Spiel selbstverständlich verloren

Beispiel:
  • Streitmacht des Angreifers: Kanone + Baroc = 7
  • Streitmacht des Verteidiger: GM+Bauernheer(3)=4
  • Würfelergebnis:
    • Angreifer:1; Verteidiger=3; 8:7 =>nichts passiert, Angriff abgewehrt
    • Angreifer:2; Verteidiger=3; 9:7 =>GM wird zerstört
    • Angreifer:4; Verteidiger=3; 11:7 =>Bauernheer kann zerstört werden, aber der Angreifer entscheidet sich zB für die GM, da er seine Spione einsetzen möchte

Das würde dem Spiel eine ganz neue Dynamik geben: Ritter und sogar Gestüt müssten damit fast in jedem Deck dabei sein. Ich befürchte aber, daß das Spiel dadurch auch wesentlich länger wird. Eine Eroberung ist aber auch gar nicht so einfach.
Mir fallen da noch weitere Ideen an, wie zB, daß Ritter bei Turnieren oder Seuchen auch umkommen könnten, daß bestimmte Kombinationen von Rittern zusätzliche Stärkepunkten bringen, daß man eine Ansiedlung belagern kann, so daß der Gegner die RS dieser Siedlugn nicht verwenden kann, uvm. Aber das oben vorgestellte wäre das Grundgerüst.
Ich freue mich auf Eure Meinung dazu.

[Anmerkung des Moderators: Das Thema wurde aus dem Ordner "Das Kartenspiel von Catan" nach "Die inoffiziellen Themensets zum Kartenspiel" verschoben. Gustav]
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RedPiranha
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BeitragVerfasst am: Mo 22 März, 2004    Titel:

Schau doch mal hier rein: Krieg & Frieden

Bei deiner Rechnung verstehe ich aber nicht warum bei einem 8:7 nichte passiert.

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thales
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BeitragVerfasst am: Mo 22 März, 2004    Titel:

Solch sollte besser bei den Inoffiziellen Themensets diskutiert werden. Ich persönlich bin aber vom ersten Eindruck nur mäßig begeistert. Da ist erst einmal die Einmaligkeit der Ritter und der Verzicht auf traditionelle Taktiken. D.h. um zu gewinnen braucht man keine Gebäude mehr (höchstens eine Stadt für die Uni, besser eine Zita und rein mit den beiden Drachen), sondern man hätte die Chance 6, 7 Siedlungen zu erlangen. Mit der Rittermacht, 3 Städten und 2 Badhäusern hat man schon gewonnen

Klaus Teuber hatte mal in einem Interview mit der Pöppelkiste folgendes zum Thema Gewalt gesagt: "Wird Gewalt nicht verherrlicht, stört sie mich im Spiel eigentlich nur dann, wenn der Spielfluss darunter leidet und der Frustfaktor zu hoch wird . Im Bezug auf Catan wäre das die Zerstörung von Siedlungen und Städte durch Mitspieler."

So, bitte einmal das Thema verschieben und dann weiterdiskutieren,
thales

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"Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht." [Eugène Ionesco]
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d-lyx
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BeitragVerfasst am: Mo 22 März, 2004    Titel:

und ausserdem:

Ja, Klaus Teuber ist ausgewiesener und bekennender Pazifist. Sogar der Feuerteufel war ihm einst schon zu böse...

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C.O.W.
Catanischer Offensiver Widerstand
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SebOeh
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BeitragVerfasst am: Mo 22 März, 2004    Titel:

Danke Red,
Das vorgestellte Set finde ich genial, wie auch alle anderen. Schade nur, daß man keine Siedlungen erobern kann. Wieso sind die Leute grundsätzlich dagegen? An sich läßt mich das zuerstmal zufrieden und werde die Erfinder fragen, warum sie Eroberung ausgeschlossen haben.
RedPiranha hat Folgendes geschrieben:
Bei deiner Rechnung verstehe ich aber nicht warum bei einem 8:7 nichte passiert

Ein Bisschen Ansichtssache. Der Unterschied von 1 übersteigt nicht die Stärke der Mauer; die kommt bei mir nicht in die Hand, sondern in die Ablage. Deshalb wollte ich das dem Angreifer nicht zu leicht machen. Aber sie könnte dann in die Hand kommen! Gute Idee.
thales hat Folgendes geschrieben:
...um zu gewinnen braucht man keine Gebäude mehr (höchstens eine Stadt für die Uni, besser eine Zita und rein mit den beiden Drachen), sondern man hätte die Chance 6, 7 Siedlungen zu erlangen. Mit der Rittermacht, 3 Städten und 2 Badhäusern hat man schon gewonnen

Sehe ich nicht so. Erstens hat man bei mehr als 4 Siedlungen ständig Probleme mit dem Knüppel, außer wenn man Lager hat. Zweitens, man kommt nicht so schnell dazu eine Siedlung zu erobern, die nur einen Siegpunkt bringt. Man braucht mehrere Züge, in denen der Gegner seine Stärke aufrüsten, einen Gegenangriff auf der anderen Seite starten, oder einfach Ausbauten errichtet. Bei den Drachen hat Du das Problem, daß er nur in einer Zitadelle gebaut werden darf; die eroberte Siedlung ist aber meistens keine. Hat man eine Siedlung erobert, ist es wahrscheinlich, daß die Kosten für die zwei zusätzliche Landschaften zu hoch waren, höher als der normale Bau der Siedlung: ein wichtiger Ritter liegt eventuell in der Ablage und der Gegner startet einen Gegenangriff. Aber vor allem: Es ist realistischer. Nichts gegen friedliche Spiele, ganz im Gegenteil, aber kennst du einen Beispiel einer Kultur im Mittelalter, die nur durch die Macht der Kirchen und Klöster eine andere besiegt hätte?

An sich sollten ale Einheiten einen Angriffs- und einen Verteidigungswert haben. ZB kanone Verteidigung 1 Angriff 6. Die Mauer hat ja nur den Verteidigungswert 1 (zu niedrig mMn).

Die Idee von mir ist nicht ein Set daraus zu machen, sondern eher mit den vorhandenen Karten die Spielregeln zu ändern. Das müßte ausreichen.
d-lyx hat Folgendes geschrieben:
Ja, Klaus Teuber ist ausgewiesener und bekennender Pazifist. Sogar der Feuerteufel war ihm einst schon zu böse...

Ich auch, man sollte allen Gewaltbefürwörter einen auf die Fresse hauen, wie im Mittelalter, nur bitte meine nicht . Zu meiner Verteidigung: Am besten ist es, Konflikte auf dem Spielfeld auszutragen.
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thales
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BeitragVerfasst am: Mo 22 März, 2004    Titel:

Du hast Recht, Krieg war zu allen Zeiten ein Begleiter der Menschen. Doch gibt es bestimmt mehr als eine Möglichkeit, dieses so zu simulieren.

Du willst eine Turniervariante spielen. Okay, dann hat wenigstens jeder die Möglichkeit ein Gestüt einzupacken, aber ansonsten...
Ohne Erzlandschaft (und Burg) kannst keine Städte mehr bauen, keine schlagkräftigen Ritter und somit gleich einpacken. Ohne Lehm wären keine Straßen, Dörfer und was weiß ich nicht noch alles möglich. Verlierst du bloß Wolle, kriegst du halt nur kein Dorf gebaut

Ich finde es klasse, wenn man sich, so wie du, neue Varianten ausdenkt. Außerdem würde ich mir auch gerne den einen oder anderen Ritter mehr in Gebrauch wünschen. Aber deswegen gleich ein Kriegsspiel daraus basteln!? Da finde ich d-lyx Variante mit dem Missionsset "Suche nach dem Heiligen Gral" einfach interssanter.

Wenn du deine Variante schon ausprobiert hast, dann berichte aber bitte von deinen Erfahrungen.

Liebe Grüße,
thales

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Turbo3000
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BeitragVerfasst am: Di 27 Apr, 2004    Titel: Gute Idee!!!

Hallo Seb0eh
Ich find deine Idee mit dem Erobern eigentlich nicht schlecht. Nur haben derartige Veränderungen den Nachteil, dass sich fast das ganze Spiel dann um DIESES Thema dreht. So ist das auch bei Krieg und Frieden. Nach wenigen zügen geht's nur noch um den Krieg. Das finde ich Schade, denn solche Sets lassen sich nur schlecht kombinieren.

Mipf

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SebOeh
Baumeister
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BeitragVerfasst am: Sa 01 Mai, 2004    Titel:

Daß man nicht so schnell die richtige Stärke für solche Sets findet, heißt nicht daß sie grundsätzlich viel zu stark oder schwach sind. Wenn man nach meiner Idee spielt, dauert das Spiel zwar länger, weil man die Grenzen verteidigen muß, aber es lässt sich trotzdem normal spielen. Die Gefahr eines Gegenangriffs scheint die Kriegsgefahr zu reduzieren.
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SebOeh
Baumeister
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BeitragVerfasst am: So 24 Apr, 2005    Titel:

Hallo!

Nach viel Überlegen habe ich nun einen Satz von 35 Karten entwickelt, die zum o.g. Spielmodus passen. Die Zentralidee ist, Eroberungen zu ermöglichen und daß deswegen die Spieler in Verteidigung investieren müssen, ohne daß es nur um reine Zerstörung vom Fürstentum des Mitspielers geht.

Die Implementierung von Krieg in K&F sehe ich außerdem als mangelhaft weil:
  • Es eines weiteren Würfels bedarf und damit ein externes Element des eigentlichen Spieles reinnimmt.
  • Die Spieler nicht entscheiden können, wann es zu einer Auseinandersetzung kommt.
  • Weil die meisten Karten nur Kriegsmaschinerie sind wie in einem Rambo-Videospiel, bei dem man im Grunde auch nur richtig und schnell reagieren muß (und nicht agieren).
  • Als letztes, ist K&F rein zerstörerisch: man vernichtet Gebäuden oder Einheiten des Gegners und sonst passiert nichts, es ist kein Ziel damit verbunden, wie dem Wettkampf um die RS.


Gespielt habe ich es, ehrlich gesagt, noch nie, aber ich stütze mich da auf die Berichte von anderen in diesem Thread. Ich versuche in meinem Set diese Kritikpunkte zu beheben.

Nun habe ich aber ein paar Fragen:
  • Ich habe Karten von K&F genommen und verändert. Ist das erlaubt? Stört das die Karten-Urheber?
  • Bilder habe ich noch keine für die Karten und ich werde sie bestimmt auch von anderen kopieren. Gleiche Frage wie vorher.
  • Wo kann ich mein Set posten? Im Moment ist es unter Angriff und Verteidigung Auf Kritik und Vorschläge freue ich mich.
  • Auf welche Vorgaben sollte man i.A. achten?
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