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Peter Gustav Bartschat
Encyclopaedia Catanica
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BeitragVerfasst am: Sa 07 Apr, 2012    Titel:

In der Zeit der Handesherren vollzog sich nach und nach eine Änderung des catanischen Wirtschaftssystems, und die Verwendung geprägter Münzen mit genormten Werten ersetzte zumindest einen Teil der Tauschwirtschaft.

Im Schulunterricht lernt man, dass das Geld eingeführt worden sei, weil der Naturalientausch zwischen den Bauern und Handwerkern zu kompliziert war, und das einfache Volk seine Fürsten anflehte, hier eine verbindliche Norm zu schaffen. Das ist natürlich Unfug! Wer in einer Welt des Naturalientausches aufwächst, der hat nicht die geringsten Probleme, den Wert von Schafen gegen den Wert von Holz abzuwägen, und selbst Lieferungen auf Kredit und der Handel Ware gegen Dienstleistung funktioniert einwandfrei.

Nein: Geld wurde natürlich von den Fürsten eingeführt, um leichter Steuern einkassieren, und vor allem um das Einkassierte unbegrenzt lagern zu können. Steuern, die in Hühnern oder Käse entrichten werden, bringen ein gewisses Maß an unerwünschtem Verwaltungsaufwand mit sich, wenn man sie bis zum nächsten Krieg zum Waffenkauf und zur Soldbegleichtung aufbewahren will.

Die Kaufleute begrüßten das neue 'Geld' als erste mit Begeisterung, denn auch ihnen erleichterte es ihr Tagewerk, in Harmonie mit der Regierung die Arbeiter und Verbraucher gründlich über den Löffel zu barbieren.

Schließlich aber zeigte sich, dass Münzgeld auch nicht der Weisheit letzter Schluss war: Mit dem Geld entwickelte sich auch das Falschgeld. Es dauerte nicht lange, und neben den massivgoldenen Münzen tauchten auch solche auf, die aus Blei mit einem dünnen Blattgoldüberzug bestanden.

Wer eine größere Menge Münzen als Bezahlung entgegen nahm, tat gut daran, zumindest in Stichproben einige Münzen mit einer spitzen Klinge anzubohren und zu prüfen, ob sie wirklich auch in ihrem Inneren aus Gold bestanden.

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Olaf der Kauffahrer

hatte ein besonderes Geschick im Münzen-Anbohren entwickelt. Er brauchte nur eine Hand und wenige Sekunden pro Münze. Tatsächlich sagte man ihm nach, dass kaum eine Münze auf Catan kursierte, die von Olaf nicht mindestens einmal angebohrt worden war. So wurden Olafs spezielle Bohrlöcher im Wirtschaftwesen als ein Prüfsiegel für die Echtheit von Münzen angesehen.

Die Geldfälscher konterten natürlich, und stellten bald falsche Münzen mit Bohrlöchern her, die den Eindruck erweckten, bereits geprüft worden zu sein.

Olaf ließ das keine Ruhe, und er arbeitete abends daheim in aller Heimlichkeit an einer völlig neuen Erfindung, die den Münzfälschern keine Chance lassen sollte:

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Das Papiergeld!

Mit seiner Menschenkenntnis und seiner Erfahrung als Handelsherr wie als Münzprüfer hatte er völlig richtig erkannt: Eine mit Gold überzogenen Bleiplatte, die in ein Bündel echtes Papiergeld gemischt ist, wird selbst von einem Laien ohne großen Prüfungsaufwand als Fäschung zu identifizieren sein.

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Peter Gustav Bartschat
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BeitragVerfasst am: So 03 Jun, 2012    Titel:

Der Leuchtturm - Teil 1 von 2


Scharf und unberechenbar wehen die Böen, hoch türmen sich die Wogen am Kap Loki, der wohl gefährlichsten Stelle für die catanischen Handelsschiffe. Schon mancher Abenteurer und Kauffahrer verlor hier Schiff und Ladung, und bisweilen sogar das Leben.

In ungewöhnlicher Einigkeit beschlossen eines Tages die Handelsherren Catans, einen gemeinsamen Fonds zum Bau eines Leuchtturms einzurichten, der die Seeleute vor den Gefahren des Kaps warnen und ihnen beim Umsegeln auf Hoher See eine Leitlinie werden sollte.

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Trotz manchen hämischen Kommentars unbelehrbarer Seemanns-Stammtischbrüder, die die Meinung vertraten, Seefahrt ohne Lebensgefahr sei gar keine richtige Seefahrt, und da könne man ja genau so gut Karten-Sets mit unterschiedlichen Rückseiten drucken wie einen Leuchtturm bauen, entstand schließlich ein festes steinernes Bauwerk auf der äußersten Spitze des Kaps Loki. Der neue Leuchtturm trotzte Wogen und Wind, und mit seinem unablässig brennenden Leuchtfeuer grüßte er die Seefahrer ebenso, wie er sie sicher durch die gefahrvollen Gewässer geleitete.

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Zuletzt bearbeitet von Peter Gustav Bartschat am So 03 Jun, 2012, insgesamt einmal bearbeitet
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Peter Gustav Bartschat
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BeitragVerfasst am: So 03 Jun, 2012    Titel:

Der Leuchtturm - Teil 2 von 2


In der Abenddämmerung entzündete der pflichtbewusste Leuchtturmwärter das Feuer auf der obersten Plattform des Leuchtturms, und hielt es ungeachtet Wind und Wetter die ganze finstere Nacht hindurch am Brennen.

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So entstand zumindest dieses eine Mal Fortschritt nicht hinter Kloster- oder Univerversitätsmauern, sondern durch Einigkeit der Frauen und Männer, die an der Spitze der großen catanischen Handelshäuser standen.

*


Bei den Aufnahmen zu dieser Dokumentation stießen wir zufällig auf die Lösung eines Rätsels, das viele unserer treuen Zuschauer seit dem Beitrag vom 4. März 2011 nicht mehr loslässt.

Stellvertretend für hunderte von Briefen, die uns zu diesem Thema erreichten, ziehen wir hier zufällig einen Brief aus dem großen Stapel ... er stammt von Franz-Xaver Huber, einem jungen Leser aus Friesland, der uns schrieb: "Was ist Irmgard, die Hüterin des Lichts, eigentlich von Beruf, und warum passt sie einsam im Wald auf diese ganzen Feuerstellen auf?"

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Heute wissen wir, dass Irmgard im windgeschützen Wald die Backup-Kopien des Leuchtturm-Feuers verwaltet, für den Fall, dass das aktive Feuer doch einmal durch widrige Witterungsverhältnisse gelöscht werden sollte. Ja, das ist Arbeitsorganisation vom Feinsten, wie sich sich nur ein Handelsherr ausdenken kann. Oder irgendein ungenannter Assistent, mit dessen Idee sich der Handelsherr dann schmücken kann.

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Peter Gustav Bartschat
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BeitragVerfasst am: So 10 Jun, 2012    Titel:

Die Handelsherren - Teil 1 von 4: Handelsherr Gero


Erfüllt von einem Gefühl innerer Zufriedenheit schlenderte der Handelsherr Gero am Kai von Schafshaven entlang. Und hatte er etwa nicht allen Grund, mit sich zufrieden zu sein?

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Er gehörte zu den ersten Handelsherren, die es vor einigen Jahren gewagt hatten, Handelsfahrten bis zu den fernen Kontinenten im Osten zu unternehmen, wo nach alten Berichten die Vorfahren der Cataner hergekommen waren. Nur wenige wagten die langen Fahrten, und noch weniger kamen von ihnen zurück. Die Schiffe derjenigen aber, die zurück gekommen waren, kamen beladen mit neuen Werkzeugen, wertvollen Stoffen und oft noch wertvollerem Wissen und brachten ihren Besitzern Einfluss und Reichtum.

Vor einigen Wochen, nach dem Ende der Winterstürme, hatte Gero zwei große Handelsgaleeren ausgerüstet und nach Osten geschickt. Vor Ablauf eines Vierteljahrs war kaum mit ihrer Rückkehr zu rechnen, aber schon jetzt war Gero dabei, seinen zukünftigen Gewinn auszugeben.

Ein prächtiges Kontor direkt am Hafen hatte er sich verdient, und über der Tür in einer wertvollen Einlegearbeit sein Wahlspruch: "Wenn du nach dem Preis fragen musst, kannst du es dir ohnehin nicht leisten".

Da riss ihn die Stimme eines anderen Handelsherren jäh aus seinen Tagträumen. Handesherr Jakob kam eilenden Schrittes auf ihn zugelaufen und rief: "Gero! Du wirst nicht glauben, wessen Schiff eben gesichtet worden ist!"

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"Sag's ruhig", antwortete Gero unbeeindruckt. "Ich werd's schon glauben."

"Es ist Hergilds 'Alles muss raus'", sagte Jakob, immer noch deutlich außer Atem.

"Das glaube ich nicht.", sagte Gero. "Du weißt so gut wie ich, dass Hergild letztes Jahr viel zu spät aufgebrochen ist. Sie muss auf der Rückfahrt in die Winterstürme geraten sein, und liegt längst samt der 'Alles muss raus' bei den Würmer auf dem Meeresgrund."

"Dann komm doch mit und sieh es dir selbst an!", sagte Jakob, und schon lief er weiter am Kai entlang.

Halb ungläubig, halb neugierig folgte Gero ihm ewas langsamer auf eine Anlegestelle zu, an der sich bereits eine kleine Gruppe Schaulustiger eingefunden hatte, die auf Meer hinaus starrte. Dort näherte sich gerade ein Handelsschiff langsam, von unermüdlichen Ruderern gegen das ablaufende Wasser getrieben, dem Hafen.


[Wird fortgesetzt]

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BeitragVerfasst am: So 17 Jun, 2012    Titel:

Die Handelsherren - Teil 2 von 4: Glückliche Handelsfahrt


Die Nachricht von der heimkehrenden 'Alles muss raus' hatte sich wie ein Lauffeuer im Hafenviertel verbreitet. Das anfangs noch kleine Grüppchen Schaulustiger war rasch angewachsen.

Aus den begeisterten Rufen, die dem Schiff entgegenhallten, konnte man heraushören, wie emotional gerührt hier die Ehefrauen und Kinder der lang erwarteten Heimkehrer waren: "Knut, ich war dir immer treu! Allein diese Woche schon zwei mal." - "Papa! Papa! Hast du mir ein Pony mitgebracht?" - "Muss Onkel Sven sich jetzt wieder in der Kleidertruhe verstecken, Mama?"

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Mit erkennbar weniger Begeisterung reagierten die beiden Handelsherren Gero und Jakob auf das Ereignis.

"Ich hätte schwören können, dass Hergild samt ihrem Schiff abgesoffen sein muss.", murmelte Jakob. "Wie hat sie das nur hingekriegt?"

Gero hatte seinen Blick nicht von der 'Alles muss raus' gelassen, die inzwischen so nahe war, dass man Hergild vorne am Bug, wo sie das Landemanöver offenbar selbst befehligen wollte, bereits gut erkennen konnte.

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"Es ist mir auch ein Rätsel.", antwortete Gero seinem Freund. "Wir müssen es unbedingt herausfinden. Und ich weiß auch schon, wie."

"Natürlich!", stimmte Jakob zu. "Wir warten, bis heute Abend die Mannschaft betrunken ist. Dann entführen wir einen der Seeleute, ketten ihn draußen in der Ruine der 'Roten Laterne' an und lassen ihn so lange hungern, bis er redet. Ich bin dabei!"

"Ich hatte gedacht, wir begrüßen Hergild an der Anlegestelle, gratulieren ihr ganz herzlich zur glücklichen Handelsfahrt, und fragen sie dann einfach.", sagte Gero.


[wird fortgesetzt]

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BeitragVerfasst am: Fr 22 Jun, 2012    Titel:

Die Handelsherren - Teil 3 von 4: Handelsherrin Hergild

Gero und Jakob schlenderten näher zur Anlegestelle, als seien sie zufällig vorbei gekommene Müßiggänger, und sahen zu, wie die 'Alles muss raus' mit ihrer disziplinierten Mannschaft ein professionelles Anlegemanöver vollzog.

Hergild gönnte ihren Leuten einen Moment der Begrüßung mit den wartenden Angehörigen. Aber dann, nach ein paar kurzen, nicht einmal streng wirkenden Anweisungen von Hergild, kehrte die Mannschaft wieder zu ihren Pflichten zurück. Während einige Seeleute das Tauwerk aufschossen, begann der größte Teil der Männer mit dem Löschen der Ladung.

Gero ging auf Hergild zu, als hätte er sie eben erst bemerkt, und grüßte sie freundlich.

"Du ahnst nicht, wie froh ich bin, dich so heil und gesund wieder auf Catan zu sehen.", sagte er. "Wir alle haben uns Sorgen um dich gemacht, als du im letzten Herbst nicht zurück gekommen bist."

Hergild lächelte freundlich zurück. "Oh, das glaube ich gern, bester Gero.", erwiderte sie. "Und eure schlimmste Sorge war vermutlich, ich könnte doch noch zurück kommen. Na los, jetzt frag' mich schon, was dir die ganze Zeit auf der Zunge brennt, ehe sich noch deine Muskeln verkrampfen bei dem Versuch, wie ein zufälliger Passant auszusehen."

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Gero bemerkte aus den Augenwinkeln, wie Jakob schon zu einer harschen Erwiderung ansetzen wollte, aber mir einer kurzen Geste gab Gero dem Freund zu verstehen, dass er besser ihm das Gespräch überlassen sollte.

"Dir kann man wirklich nichts vormachen, Hergild. Ich gebe es zu: Ich verstehe nicht, wie du so spät im vergangenen Jahr lossegeln konntest, und jetzt mit einem voll beladenen Schiff zurückkommst."

"Ach, ihr Handelsherren! Ihr habt einfach keine Fantasie. Ihr segelt Jahr für Jahr im Frühling los und hofft, im Herbst heil vor Wintereinbruch zurück zu sein. Ich habe mir drüben auf dem Kontinent einfach eine Niederlassung eingerichtet. Da konnte ich in aller Ruhe mit Schiff und Mannschaft überwintern, ohne Eile Ware einkaufen ... und bis dieses Jahr die Erste hier am Markt. Noch Fragen?"

*


Spät am Nachmittag hatte sich eine Gruppe bedeutender Männer mit ernsten Gesichtern am Hafen eingefunden.

Es waren die Mitglieder des 'Bundes der Handelsherren', der sicherlich exklusivsten Standesorganisation im ganzen catanischen Archipel. Jeder hatte inzwischen von Hergilds Erfolg gehört, und eben hatte Gero den Bericht über sein kurzes Gespräch mit ihr beendet.

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"So kann es nicht weiter gehen", sagte Olaf, der selbst unter den reichen Handelsherren als reich bewundert und beneidet wurde, nachdem sich der erste Sturm der Entrüstung gelegt hatte. "Wir können nicht zulassen, dass jemand, der nicht zu unserem Bund gehört, uns die besten Geschäfte vor der Nase wegschnappt."

"Sehr richtig", rief Jakob enthusiastisch aus. "Wir warten, bis sie heute Abend betrunken ist. Dann entführen wir Hergild, ketten sie draußen in der Ruine der 'Roten Laterne' an und lassen sie so lange hungern, bis sie uns ihre Niederlassung überschreibt. Ich bin dabei!"

"Ich hatte gedacht, wir nehmen Hergild einfach in den Bund der Handelsherren auf.", sagte Olaf.


[wird fortgesetzt]

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BeitragVerfasst am: Fr 29 Jun, 2012    Titel:

Die Handelsherren - Teil 4 von 4: Stunde der Handelsherren


Jeden zweiten Dienstag im Monat trafen sich die Mitglieder des 'Bundes der Handelsherren' abends zu einem inoffiziellen Beisammensein. Diese Treffen hatten nicht den formellen Charakter der monatlichen Sitzungen, auf denen verbindliche Beschlüsse von häufig großer Tragweite gefasst wurden.

Die Dienstags-Treffen dienten eher dem lockeren Gedankenaustausch, bei dem auch einmal Dinge zur Sprache kommen mochten, die man später nicht gern in einem Besprechungsprotokoll wiederfindet.

Für diese abendlichen Treffen hatte sich die Bezeichnung 'Stunde der Handelsherren' eingebürgert, denn eigentlich sollten sie nicht lange dauern. Trotzdem sah bisweilen erst die Morgendämmerung die letzten Teilnehmer nach Hause gehen. Außenstehende munkelten, dass hier die wirklich wichtigen politischen Entscheidungen gefällt würden, und alle Beschlüsse in Gemeindehäusern, Rathäusern und selbst den Stadtschlössern der Fürsten in Wirklichkeit ohne Bedeutung wären.

Und zu so einem Treffen hatte Olaf - nicht unbedingt mit einhelliger Zustimmung der anderen Mitglieder des 'Bundes' - jetzt die Außenseiterin Hergild eingeladen.

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Deutlich frostig, wenn auch nicht ganz ohne Höflichkeit, fiel die Begrüßung zwischen Hergild und Jakob aus, die zufällig etwa gleichzeitig vor Geros Kontor eintrafen, in dem das heutige Treffen stattfand.

Um so mehr überrascht war Hergild, als sich herausstellte, dass das Treffen selbst eher alle Anzeichen einer lockeren Stammtischrunde hatte, bei der zum einen oder anderen Krug Klosterbier über alles mögliche schwadroniert wurde, insbesondere natürlich über die zu hohen Steuern, zu niedigen Marktpreise und die unangenehme Angewohnheit von Bauern, Handwerkern und Knechten, für sich sogenannte 'Rechte' zu reklamieren oder gar pauschal Absurditäten wie 'fairen Handel' zu fordern.

*


Im Vorfeld des Treffens hatten Olaf und Gero abgesprochen, dass sie zunächst herausfinden wollten, ob Hergilds überraschend glückliche Handelsfahrt, die ihr innerhalb der wenigen Tage seit ihrer Rückkehr bereits einen beachtlichen Gewinn eingebracht hatte, reines Glück war, oder doch auf kluger Planung und konsequenter Umsetzung beruhte. Davon, so hatten sich die beiden - zunächst ohne die anderen Mitglieder des 'Bundes' ins Vertrauen zu ziehen - geeinigt, wollten sie es abhängig machen, ob sie Hergilds Aufnahme in den Bund wirklich mit Entschlossenheit durchsetzen wollten.

War es nur einmaliges Glück, war Hergild weder eine dauerhafte Gefahr noch eine wertvolle Verbündete. Andernfalls natürlich ... nun, das würde man sehen.

Im Gespräch gab sich Hergild stets freundlich, wich aber allen konkreten Fragen nach ihrer Niederlassung auf dem Kontinent aus. Als der Abend weiter fortschritt und ein Teil der Anwesenden bereits heimgegangen war, kam Olaf auf den Gedanken, Hergild zu einer Runde Skat einzuladen; wusste er doch, dass er selbst und Gero versierte Spieler waren.

Hatten sie Hergild erst ein paar Mal geschlagen und ihr das eine oder andere Goldstück abgenommen, das sie sicherlich voreilig auf den eigenen Sieg setzen würde, mochte die Situation sich bald wandeln.

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So saßen die drei schließlich am Spieltisch beisammen, bis die Sonne aufging, und bis Hergild am Ende mit einem erklecklichen Sümmchen mehr heimging, als sie gekommen war.

"Ist dir das aufgefallen?", sagte Gero schließlich, nachdem er und Olaf als letzte zurückgeblieben waren. "Jedes Mal, wenn Hergild selbst gegeben hat, hat sie einen Grand Hand mit Vieren ouvert Schneider schwarz angesagt ... und gewonnen!"

"Ja.", bestätigte Olaf. "Ich denke, wir können zusammfassend feststellen: Glück hat nichts mit ihrem Erfolg zu tun."


[Ende der Episode]

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BeitragVerfasst am: Fr 06 Jul, 2012    Titel:

Die Bettelmönche - Teil 1 von 3


Markttag in Elasund: Hier, so erzählt man sich überall auf Catan, gibt es alles, absolut alles. Lebensmittel, Kleidung und Werkzeuge. Ehepartner, Investitionstipps und Meuchelmörder. Für die Investitionstipps wird allerdings keine Garantie gegeben.

Bruder Sebastian und der Novize Benedikt waren aus dem St. Austin Kloster nach Elasund gekommen, um Spenden bei den reichen Handelsherren einzusammeln. Bruder Sebastian galt als ein Meister auf diesem Gebiet: Er hatte sich in der Vergangenheit als Bekehrer wie als Friedensstifter einen Namen gemacht, und seit er die Spendenakquisition des Kloster übernommen hatte, konnte er auch dabei einen Erfolg nach dem andern vorweisen.

Immer blieb er natürlich bescheiden und demütig, ließ niemals einen Zweifel daran, dass er nur am Wohlergehen der Menschen interessiert war. Wobei er niemals vergaß, dass auch er nur ein Mensch war.

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Benedikt, der Novize, schien sich nicht recht wohl in seiner Haut zu fühlen.

"Niemand beachtet uns, Bruder.", raunte er Sebastian zu. "Ich fürchte, wir werden mit leeren Händen heimgehen müssen."

"Sieh mir zu und lerne, junger Novize!", antwortete Sebastian, wobei er auf seine unnachahmliche Art die Lippen nicht zu bewegen schien. "Du wirst schon sehen, was passiert."

Dann erhob Sebastian seine sonore, unüberhörbare Stimme und begann mitten auf dem Marktplatz eine laute Bußpredigt.

Bei der Passage "Gebet reichlich aus euren gefüllten Beuteln!" gabe es noch keine erkennbare Reaktion. Als er aber zu der Stelle kam: "Dereinst im Himmelreich wird es euch gelohnet werden!", da wandten alle Anwesenden den beiden Mönchen demonstrativ den Rücken zu.

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"Ich denke, wir sollten lieber unauffällig verschwinden.", wagte Benedikt schüchtern vorzuschlagen.

"Halte du nur die Bettelschale schön hoch." antwortete Sebastian. "Das Denken kannst du getrost mir überlassen. Während du und alle Anderen in der Gegend herumgestarrt haben, habe ich nämlich den Himmel beobachtet. Und jetzt pass' mal auf. Und nicht vergessen: Immer die Bettelschale schön hoch halten!"


[Fortsetzung folgt.]

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widow_s_cruse
Bettelmönch auf Lebenszeit


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BeitragVerfasst am: Sa 07 Jul, 2012    Titel:

Hey!

Wer geht da mit meinem Markenzeichen hausieren!

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Obwohl!

War es Marcs Absicht, mich auf die gleiche Stufe wie die von Sebastian zu stellen? Wer weiß!

Liebe Grüße
Nils

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