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Peter Gustav Bartschat Encyclopaedia Catanica


Anmeldedatum: 06.05.2001 Beiträge: 2873 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: Do 16 Feb, 2012 Titel: |
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Die 'Lange Handelsstraße' zwischen Elasund und Odinsborn ist tagsüber belebt wie eh und je. Manches Gehöft musste dem modernen zweispurigen Ausbau der Handelsstraße weichen, und an einer Stelle steht eine Ruine, deren Herkunft schließlich nur noch den Alten bekannt ist.
Manchmal, so heißt es, hören Reisende, die noch spät am Tag auf der dann weniger belebten Straße hier vorbeikommen, etwas wie ein Flüstern aus dem Inneren der Ruine. Manchmal sollen geheimnisvolle maskierte Gestalten beobachtet worden sein, die das verlassenen Gemäuer als geheimen Treffpunkt zu nutzen scheinen.
Dies könnte eine Stelle sein, an der sich Verschwörer treffen ... und tatsächlich ist es auch so.
Während die Streitigkeiten zwischen den Christen und den Asatru sich ausweiten, wächst auch eine Gegenbewegung im Land, die man in Ermangelung einer besseren Bezeichnung einfach 'Die Bruderschaft' nennt.
Nur Wenige wissen, wer sie ins Leben gerufen hat. Ihren geheimnisvollen Gründer nennt man nur den
Meister der Bruderschaft

Im Alltag mag er ein einfacher Bauer, Handwerker oder Händler sein, aber die von ihm gegründete und geleitete Bruderschaft ist innerhalb weniger Jahre zu einer dritten Macht auf dem catanischen Archipel geworden, die man nicht unterschätzen darf.
Von Christen wie von Asatru gleichermaßen verfolgt, scheint sie sich dennoch mit Leichtigkeit allen Nachstellungen entziehen zu können. Das liegt an zwei Dingen, die der Meister der Bruderschaft ausgeklügelt hat.
Das eine ist das Zellensystem, bei dem jedes Mitglied nur vier andere kennt: Denjenigen, von dem er angeworben wurde, und drei andere, die er selbst angeworben hat. Stellt sich ein Mitglied als Verräter heraus, so kann er nur wenig Schaden anrichten, denn noch ist Catan so dünn besiedelt, dass jemand, der sich verraten und verfolgt weiß, für lange Zeit spurlos verschwinden und sich mit Hilfe der Bruderschaft eine neue Identität aufbauen kann.
Das andere ist die vom Meister der Bruderschaft entwickelte Technik der Tarnung mit einfachsten Mitteln wie Gesichtsmasken, Tüchern oder ein bisschen Ruß.
Solche Perfektion hat die legendäre Tarnung der Bruderschaft inzwischen erreicht, dass selbst nahe Verwandte, die verschiedenen Zellen angehören, sich bei ihren geheimen Treffen gegenseitig nicht zu erkennen vermögen.
Diese Sicherheitsmaßnahmen sind auch bitter nötig, denn ein skrupelloser, zu allem entschlossener Gegner ist dem Meister der Bruderschaft bereits auf den Fersen.
[Lesen Sie in der nächsten Woche mehr über diesen gefährlichen Gegner.] _________________ ENCYCLOPÆDIA CATANICA: Die Regeln der Siedler von Catan |
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Peter Gustav Bartschat Encyclopaedia Catanica


Anmeldedatum: 06.05.2001 Beiträge: 2873 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: Fr 24 Feb, 2012 Titel: |
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Während viele vernünftige Cataner die vor einigen Jahren gegründete 'Bruderschaft' als Hoffnung für eine bessere Zukunft begriffen und sie im Geheimen - bisweilen aber auch kühn in aller Offenheit - unterstützten, verstärken ihre Gegner die Anstrengungen, des Meisters der Bruderschaft habhaft zu werden, um diese ungeliebte Organisation mit einem Schlag zu vernichten.
Die Gegner der Bruderschaft, das waren natürlich die Honoratioren der beiden verfeindeten Glaubensrichtungen, noch mehr aber vielleicht die mächtigen Handelsherren, die im Fortbestehen des Glaubensstreites ihre persönliche Gewinnchance witterten. Die Handelsherren, in ihrem geschäftlichen wie privaten Alltag vertraut mit allen Ränken und Schlichen, hatten längst erkannt, dass ein offenes Vorgehen gegen den 'Meister der Bruderschaft' die Bruderschaft eher stärken als schwächen würde.
Daher hätten sie sich gern der Unterstützung des skrupellosesten Cataners versichert, um die Bruderschaft von innen her zu unterwandern. Das scheiterte jedoch daran, dass man das Wort 'skrupellos' nicht steigern kann.
Aber der Mann, den sie mit Gold und der Aussicht auf zukünftige Ehren zu ihrem Handlanger gemacht und mit der Aufgabe betraut hatten, die Bruderschaft zu bekämpfen, hätte wie kein anderer eine solche Steigerung verdient gehabt: Es war
Gottfried, der Intrigant

Begriffe wie 'Ehre' und 'Treue' waren Gottfried keineswegs fremd: Er verstand sie meisterhaft für seine Zwecke auszunutzen, wenn er sie bei anderen Menschen antraf.
Hier eine harmlos klingende Frage, dort eine wie zufällig gemachte Andeutung: Wenn sich jemand darauf verstand, Zwietracht zu säen und gute Freunde zu erbitterten Rivalen zu machen, dann war es Gottfried.
Doch die Handelsherren und auch Gottfried selbst überschätzten seine Chancen im Kampf gegen die Bruderschaft. Zu lange schon agierte und intrigierte Gottfried auf Catan, und im Laufe der Zeit hatte er sich alle Sympathien verscherzt.
Das lag nicht einmal in erster Linie daran, dass er sich zur späteren Verwendung ...
... auf seinem stets bereitgehaltenen Pergament ausführliche Notizen über jede Sau machte, die einzeln durchs Dorf getrieben wurde, sondern vor allem an seiner von vielen Catanern als unsportlich empfundenen Angewohnheit ...
... beim Kartenspiel die Inhalte aller Nachziehstapel mitzuschreiben.
[Alle diese Ereignisse fanden vor vielen hundert Jahren statt, und ihre Akteure sind längst zu Staub zerfallen. Woher wissen wir heute so viel über die damaligen Geschehnisse? Die Antwort darauf erhalten Sie in der nächsten Woche.] _________________ ENCYCLOPÆDIA CATANICA: Die Regeln der Siedler von Catan |
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Peter Gustav Bartschat Encyclopaedia Catanica


Anmeldedatum: 06.05.2001 Beiträge: 2873 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: Fr 02 März, 2012 Titel: |
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Während fanatische Prediger die Gläubigen aufhetzten, die Führer der Religionsgemeinschaften Machtkämpfe austrugen und Handelsherren ihren Profit aus den Streitigkeiten zogen, gab es auch ein ganz anderes Catan: Ein Catan des Aufbaus und der Entwicklung, in dem abgelegene Landstriche durch neue Straßen erschlossen wurden, wagemutige Siedler die Wildnis urbar machten, und in den wachsenden Städten neue Gebäude Fortschritt und Kultur mit sich brachten.
In dieser Welt war
Michael der Baumeister
daheim. Seine Hilfe war überall willkommen, wo es Bauvorhaben gab, die mehr als nur einfache handwerkliche Kenntnisse erforderten, und die ohne genaue Planung, gepaart mit Innovation und Fantasie, nicht umzusetzen waren.
Und Michael geizte nicht mit seiner Hilfe, vorausgesetzt, dass der Bauherr nicht mit Gold geizte.
Michaels Zeichnungen, die er häufig durch kleine Randvignetten mit Szenen aus dem catanischen Alltag verzierte, gelten heutigen Historikern als die wichtigste Primärquelle über die catanische Kulturgeschichte und das Schicksal der kleinen Leute, über die die offizielle Geschichtsschreibung an den Fürstenhöfen so gern rasch hinwegging.
Michaels Auftraggeber, denen allein die Errichtung ihrer Gebäude wichtig war, und denen die spätere historische Bedeutung - hätten sie überhaupt etwas davon geahnt - sicherlich völlig gleichgültig gewesen wäre, mussten sich zusätzlich zur stets in barem Gold zu begleichenden Rechnung mit einer persönlichen Angewohnheit des begabten Baumeisters arrangieren: Anachronismus hin oder her ...
... ohne reichlich Kaffee lief bei Michael gar nichts!
[In 'Michael dem Baumeister' hat sich Michael Menzel, der Grafiker der 'Fürsten von Catan', den Spielern mit einem Selbstportrait vorgestellt.]
[In der nächsten Woche können wir den ersten bedeutenden Erfolg des Meisters der Bruderschaft miterleben: Christen und Asatru treffen sich endlich zu gemeinsamen Gesprächen.] _________________ ENCYCLOPÆDIA CATANICA: Die Regeln der Siedler von Catan |
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ErzEngel Moderator


Anmeldedatum: 03.06.2001 Beiträge: 2794 Wohnort: Nähe Altötting
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Verfasst am: Sa 03 März, 2012 Titel: |
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Kaffee in rauhen Mengen ist ja OK, aber ein Ghettoblaster im Regel? Zu catanischen Zeiten?
Ich weiß ja nicht ...  _________________ "Bildung bedeutet nicht einen Eimer zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen."
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Peter Gustav Bartschat Encyclopaedia Catanica


Anmeldedatum: 06.05.2001 Beiträge: 2873 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: Sa 10 März, 2012 Titel: |
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Unerkannt inmitten der Menge rückte der Meister der Bruderschaft langsam bis zum Eingang des Tals vor.
Hätte er in den vergangenen Jahren nicht gelernt, dass Unauffälligkeit seine stärkste Waffe war, so hätte jetzt vielleicht ein triumphierendes Lächeln um seine Lippen gespielt ... und wer weiß, wem von seinen zahlreichen Feinden das aufgefallen wäre.
Jetzt war der Meister am Eingang zum Tal angekommen, wo man einen provisorischen Zaun errichtet hatte, und wo einige Cataner, die als besonders seriös und durchsetzungsfähig galten, den Ankommenden vereinbarungsgemäß ihre Waffen abnahmen, ehe sie sie ins Tal eintreten ließen.
Auch der Meister der Bruderschaft, der wie immer wirkte wie der einfache Bauer (oder Handwerker, oder Händler) der er einmal gewesen war, gab seinen schmucklosen Dolch ab: Von vorn herein unbewaffnet zu kommen, wäre in einer Welt, in der fast jeder eine Waffe besaß, viel zu auffällig gewesen. Kaum hatte der Meister das Tor durchquert, hörte er hinter sich Bran, den Hüter des Tempels, ein Streitgespräch beginnen, dass bei ihm eine Ausnahme von der Abgabe aller Waffen zu machen sei.
Der Meister der Bruderschaft hatte gewusst, dass es zu solchen Auftritten kommen würde. Aber als er gehört hatte, wer die Einlasskontrolle übernehmen wurde, hatte er auch gewusst, dass gegen dessen Sturheit mit keiner Argumentation der Welt anzukommen sein würde.
Und dann, nach wenigen weiteren Schritten, während hinter ihm die Stimmen der Streitenden verklangen, war der Meister der Bruderschaft im Tal. Und dort würde heute das stattfinden, worauf er so lange im Verborgenen hin gearbeitet hatte:
Das große Thing
zu dessen Einberufung sich die Fürsten von Elasund und Odinsborn sowie der Bischof und der Priester Odins nach vielen Jahren unermüdlicher Mühe des Meisters der Bruderschaft und seiner Verbündeten endlich bereit erklärt hatten.
In einem fast kreisrunden Talkessel hatten Anhänger der verfeindeten Parteien gemeinsam alles vorbereitet, damit die Delegierten aller Glaubensrichtungen, Gesellschaftsschichten und Berufsstände sich versammeln konnten, um einen gemeinsamen Weg zu finden, den seit Jahren anhaltenden Glaubensstreit zu beenden, der das wirtschaftliche und kulturelle Leben auf Catan lähmte.
Allein, dass diese Vorbereitungen gelungen waren, ohne dass es mehr als zwei Tote gegeben hatte, konnte bereits als gutes Vorzeichen gelten.
Doch dann schien mit einem Mal von dem Willen zu einer gemeinsamen Lösung nicht mehr viel zu spüren zu sein. Bereits in den frühen Morgenstunden hatte das Thing begonnen, und als am späten Nachmittag die abendliche Dämmerung sich ankündigte und im Rund des Tals die Fackeln entzündet wurden, erklangen immer noch die Reden der Anwesenden, die auf eigenen Rechten beharrten und schon die Motivation jedes Vertreters einer anderen Meinung in den Schmutz zogen.
Als Guido der Gesandte in die Mitte trat und eine Ansprache hielt, in der er die Anwesenden aufforderte, mehr an die Möglichkeiten der Zukunft als an die Versäumnisse der Vergangenheit zu denken, war er gar nicht sicher, ob auch nur einer der Delegierten noch das mindeste Interesse daran hatte, dass überhaupt eine Lösung für den Konflikt gefunden wurde.
[Lesen Sie in der nächsten Woche mehr über das große Thing und erfahren Sie, warum in der Verhandlungsrunde keine Frauen zu sehen sind.] _________________ ENCYCLOPÆDIA CATANICA: Die Regeln der Siedler von Catan |
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Peter Gustav Bartschat Encyclopaedia Catanica


Anmeldedatum: 06.05.2001 Beiträge: 2873 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: So 18 März, 2012 Titel: |
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Das große Thing - 2. Teil
Den ganzen Tag wurde über Nebensächlichkeiten diskutiert und Absurdes vorgeschlagen, gedroht und beschimpft, dass manches Internetforum des 21. Jahrhunderts daneben wie eine Versammlung konstruktiver, kompromissbereiter Erwachsener gewirkt hätte.
Mal hielt einer allein eine flammende Rede ...
... mal standen sich zwei unversöhnliche Kontrahenden wie der Priester Odins und der Bischof gegenüber, die mit theologischer Spitzfindigkeit zu argumentieren und mit der Bestrafung durch transzendente Wesenheiten zu drohen verstanden.
Völlig gelassen, fast heiter, wirkte allein der Protokollführer: Es war kein anderer als ...
... Gottfried der Intrigant, der es verstanden hatte, zu diesem Amt berufen zu werden; wohl wissend dass der, der das Protokoll schreibt, die wahre Macht bei einer Konferenz inne hat.
Um so genauer sahen ihm einige der Anwesenden bei Schreiben über die Schulter, wenn Gottfried mit nur so dahin fliegender Feder notierte: "Auf die Frage, zu welchen Bedingungen er einen Friedensschluss akzeptieren würde, erklärte der Bischof unmissverständlich Kritzekritzel Krakel Schnörkelkritzel."
*
Doch wo waren die Frauen Catans, während die Männer sich die Köpfe heiß redeten? Gewiss hatten sie doch nicht weniger Interesse als die Männer an einer Lösung ... oder daran eine zu verhindern.
Eine logistische Fehleinschätzung führte leider zu einem Problem: Bei der Vorbereitung der Veranstaltung hatte das Aufbauteam nicht bedacht, dass Frauen immer gemeinsam zur Toilette gehen. Das führte dazu, dass ...
... sich vor der einzigen Damentoilette eine lange, den ganzen Tag nicht abreißende Schlange bildete, durch die die catanische Damenwelt nicht dazu kam, an der Hauptveranstaltung teilzunehmen.
[In der nächsten Woche erfahren Sie das Ergebnis des großen Things, durch das - soviel sei hier bereits verraten - auf Catan Friede, Freude und Eierkuchen einzogen. Der Eierkuchen wird aus Rücksicht auf die gegewärtige Fastenzeit allerdings nicht im Bild dargestellt.] _________________ ENCYCLOPÆDIA CATANICA: Die Regeln der Siedler von Catan |
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Peter Gustav Bartschat Encyclopaedia Catanica


Anmeldedatum: 06.05.2001 Beiträge: 2873 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: So 25 März, 2012 Titel: |
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Das große Thing - 3. Teil
Lange wogten die Diskussionen hin und her, und schon schien es, als sei eine Lösung des Glaubensstreits am Ende des großen Thing noch weiter entfernt als an seinem Beginn.
Doch als gegen Abend die große, rote Sonne am Horizont versank, erinnerten sich die verfeindeten Parteien wieder wie es damals gewesen war, vor langer Zeit, als die Besiedlung Catans begann ...
Mit Tränen in den Augen schüttelten sich der Bischof und der Priester Odins, die vor kurzem noch die erbittertsten Feinde gewesen waren ...
... die Hände und schworen unter dem frenetischen Jubel der Menge - jeder bei den für ihn zuständigen transzendenten Wesenheiten - dass fortan Toleranz und Nächstenliebe auf Catan herrschen sollten.
Hin und wieder, so kann man aus einigen Fußnoten der uns überlieferten catanischen Chroniken folgern, sollen diese Schwüre sogar eingehalten worden sein. Oder zumindest in Erwägung gezogen.
*
Am Rande dieses so bedeutenden Ereignisses wurden noch einige andere Hände geschüttelt: Judith, die Hüterin der Kirche, und Bran, der Streiter des Tempels, waren sich auf dem Weg zu den Waschräumen begegnet und hatten zufällig festgestellt ...
... dass jeder von ihnen gerade das neue Buch der von beiden heimlich verehrten catanischen Autorin Jutta Fontanella bei sich trug: 'Ich beiß dir in die Schulter, Kleines'. Jutta Fontanellas abenteuerliche Romanzen hatte Judith schon oft heimlich nächstens bei Laternenschein gelesen, und hier traf sie zum ersten Male jemanden, der ihre Leidenschaft ganz offen teilte.
So kam eines zum anderen, und während die Anführer der Religionen auf dem Thingplatz Frieden schlossen, beschlossen Judith und Bran in aller Stille auf eine nahen Waldlichtung, dass sie ihre beiden unvollständigen Fontanella-Sammlungen doch gut zusammenlegen konnten.
*
Nach so viel Händeschütteln wundern wir uns nicht mehr, dass die 'geschüttelten Hände vor untergehender Sonne' auf ganz Catan zum Symbol wurden für ...
... die gute Nachbarschaft, in der die Cataner fürderhin zusammen leben wollten.
[Und so endet hier unser Bericht über die Zeit der Intrigen auf Catan mit Friede, Freude und ... Trivialliteratur.] _________________ ENCYCLOPÆDIA CATANICA: Die Regeln der Siedler von Catan |
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Müllmonster Kundschafter


Anmeldedatum: 15.07.2003 Beiträge: 25 Wohnort: Perchtoldsdorf
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Verfasst am: So 25 März, 2012 Titel: |
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JUBEL!!!!!!!!
Einfach TOLL!!!! |
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Peter Gustav Bartschat Encyclopaedia Catanica


Anmeldedatum: 06.05.2001 Beiträge: 2873 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: Fr 30 März, 2012 Titel: |
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Einige Generationen wurden geboren, lebten, starben, wurden vergessen, und vieles änderte sich auf Catan. Das Christentum hatte sich offiziell durchgesetzt, wenn auch in manchem Hain noch im Verborgenen alte Rituale gepflegt werden mochten.
Die Technik hatte sich weiter entwickelt; die Kontakte zum großen alten Kontinent im Osten waren zwar immer noch sporadisch, aber eine neue Generation von Kaufleuten hatte das Heft in die Hand genommen, die sich dem traditionellen catanischen Isolationismus nicht mehr verpflichtet fühlte. Es begann eine völlig neue Zeit, die ...
Zeit der Handelsherren.
Größere Schiffe segelten schneller und mit größerer Fracht zwischen den Inseln des catanischen Archipels umher, und weite Handelsfahrten nach Europa waren inzwischen nur noch eine Seltenheit, aber längst keine Senstion mehr.
In dieser Zeit galt auf Catan etwas, wer sich als
Schiffsbauer
einen Namen machen konnte.
Berse, der Schiffsbauer, konnte seine Vorfahren bis zum legendären Berse, der zu den Ersten Catanern gehört hatte, zurückverfolgen. Sein Talent, so hörte man ihn oft betonen, stand dem seines Ahnen in nichts nach. Oft sah man ihn in den Werften von Elasund und Schafshaven, wo er sachkundige - oder zumindest ausführliche - Kommentare zu den Arbeiten der dortigen Handwerker abgab.
Kein einziges von Berse gebautes Schiff aber kreuzte jemals zwischen den Inseln des catanischen Archipels oder unternahm gar eine Langfahrt zum östlichen Kontinent: Berse nämlich hatte sich auf ein besonderes Fachgebiet spezialisiert. Er galt weit und breit als der begnadetste ...
... Schnitzer von Modellschiffen, die in verschiedenen der auf Catan so beliebten Aufbaustrategiespielen häufig zur Verwendung kamen. _________________ ENCYCLOPÆDIA CATANICA: Die Regeln der Siedler von Catan |
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