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Regeländerungen im Kartenspiel 1: Allgemeine Regeländerungen
Seit Erscheinen des Kartenspiels 1996 hat es einige Regeländerungen gegeben. Dabei ist zwischen Allgemeinen Regeländerungen, neuen Spielvarianten und Änderungen einzelner Karten zu unterscheiden.
In diesem Beitrag sind die Allgemeinen Regeländerungen dokumentiert.
1. Allgemeine Regeländerungen
1.1 Aktionskarten
Die erste Änderung der "Originalregel" (erkennbar an dem gelben Schriftzug "KOSMOS" links unten auf der Spielanleitung und dem Fehlen des Hinweises auf die Internetpräsenz) betrifft das Ausspielen von Aktionskarten. Zunächst war das Ausspielen von Aktionskarten nicht reglementiert. Die Spieler konnten vom ersten Zug an Aktionskarten ausspielen. Durch das 1997 herausgekommene TURNIER-SET ZUM KARTENSPIEL wurde für das Turnierspiel die Regelung eingeführt, dass mit Ausnahme des Kundschafters Aktionskarten erst dann gespielt werden dürfen wenn beide Spieler über mind. 3 Siegpunkte verfügen. Diese Regelung wurde dann auch in die folgenden Auflagen der Basis-Spielanleitung (erkennbar an dem weißen "KOSMOS"-Schriftzug auf blauem Untergrund) und für die 1999* herausgekommenen Themensets und das Erweiterte Grundspiel übernommen und in der Regel für das Erw. Grundspiel dahingehend präzisiert, dass es reicht wenn die Vorraussetzung einmal eingetreten ist.
Bei der vom Kosmos-Verlag veranstalteten und vom Spielzentrum Herne durchgeführten Deutschen Kartenspiel-Meisterschaft 2002 galt zudem die Alternativregel, dass Aktionskarten gespielt werden konnten wenn beide Spieler in ihren Fürstentümern einmal zusammen mehr als 22 Rohstoffe hatten.
Im Zuge der Reform 2003 wurde dann festgelegt, dass mit Ausnahme von Schutzkarten, Aktionskarten erst gespielt werden dürfen wenn beide Spieler zusammen einmal mind. 7 Siegpunkte haben. Schutzkarten dürfen dagegen von Beginn an gespielt werden.
1.2 Abreißen von Gebäuden
Mit Einführung des Turnierspieles wurde es möglich eigene Ausbauten (Einheiten und Gebäude) abzureißen um Platz für wichtigere Karten zu schaffen. In der ersten Auflage der Turnierspielanleitung war es dank eines Fehlerteufels noch möglich diese abgerissenen Gebäude entweder auf die Hand zu nehmen oder auf die Ablage zu legen. Mit der Zusatzregel „Turnierspiel für Einsteiger“ sowie späteren Ausgaben und den Anleitungen für das Erweiterte Grundspiel wurde dies dahingehend geändert, dass abgerissene Ausbauten generell auf die Ablage gelegt werden müssen. Im Grundspiel (Basisspiel) ist es ab Frühjahr 2006 möglich eigene Ausbauten abzureißen.
1.3 Räuberüberfall
Mit Erscheinen der Themensets wurde eingeführt, dass im Erweiterten Grundspiel und im Turnierspiel das Würfelereignis „Räuberüberfall“ (Symbol Keule) in den ersten beiden Runden nicht ausgeführt wird. Im Grundspiel gilt dies ab Frühjahr 2006.
1.4 Austausch von Karten
Mit dem Turnierset wurde für das Turnierspiel die Regel eingeführt, dass man Karten, die man ablegt um eine andere Karte nachzuziehen oder auszusuchen unter den Stapel legen muss von dem die neue Karte stammt. Diese Regel wurde auch für das „Turnierspiel für Einsteiger“ sowie das „Erweiterte Grundspiel“ übernommen. Im Grundspiel gilt dies ab Frühjahr 2006.
1.5 Einmaligkeit
Während es im Grundspiel jeden Ritter nur einmal gibt, kann es beim Turnierspiel vorkommen, dass beide Spieler den selben Ritter im Deck haben. Deshalb wurde die Einmaligkeit von Rittern sowie später auch anderer Einheiten und Zauberer, die einen Namen haben eingeführt. Eine Einheit mit einem Namen darf deshalb nur von einem Spieler aufgestellt werden. Gebäude mit Namen, wie z.B. der „Koloss von Catan“ oder Aktionskarten mit Eigennamen, wie „Burgfräulein Imelda“ sind davon nicht betroffen.
1.6 Handkartenzahl
Die für das Grundspiel geltende Regel, dass man überschüssige Karten sofort ablegen muss, wenn man durch den Einsatz einer Aktionskarte mehr als die erlaubte Handkartenzahl hat, wurde durch die mit den Themensets eingeführten Karten „Kanzler“ und „Inspiration“ aufgehoben. Nun mußten überschüssige Karten erst am Ende des Zuges abgelegt werden. Dies gilt nun auch für die "Schreibstube" Durch die Reform 2003 wurde zudem präzisiert, dass dies auch für den Fall gilt, dass man durch fehlgeschlagene Aktionen (Feuerteufel, Schwarzer Ritter) weitere Handkarten erhält und/oder dadurch die maximale Handkartenzahl reduziert wird falls z.B. ein Kloster abgefackelt wurde. Lediglich wenn man nicht am Zug ist oder eine Handkarte in der Würfelphase erhält muss man weiterhin sofort überzählige Karten ablegen.
Im Sommer 2004 (Version 6 des Regelheftes) wird diese Regel auch für den aktiven Spieler im Grundspiel eingeführt, der ein Kloster oder eine Bibliothek durch einen fehlgeschlagenen Feuerteufel verliert.
1.7 Klassifizierung jeder Karte
Mit der Reform 2003 erhielt jede Karte einen Zusatz, der eindeutig die jeweilige Kartenart beschreibt. So wurden Aktionskarten und Zauberbücher in 3 Kategorien (Angriff, Neutral und Schutz) eingeteilt. Zusätzlich wurden Karten die auf Straßen gelegt werden können als Straßenausbauten ohne Textkasten und Karten, die über oder unter ganz bestimmte Landschaften gelegt werden können als Landschaftsausbauten mit braunem Textkasten klassifiziert. Zauberer werden nun als eigene Kartengattung und nicht mehr als Einheiten klassifiziert. Da sie wie Landschaftsausbauten nur an bestimmte Landschaften angelegt werden können und diese damit vor bestimmten Aktionen schützen erhalten sie einen braunen Textkasten.
1.8. Ablegen von Handkarten am Zugende
Im Sommer 2004 (Version 6 des Regelheftes) wird die online schon nach der Reform 2003 eingeführte Regel, dass am Zugende überzählige Handkarten unter einem Stapel abgelegt werden müssen schriftlich fixiert.
* Der Copyright-Vermerk in den Regelheften gibt 1998 an, das tatsächliche Erscheinungsjahr der fünf Themen-Sets war aber 1999.
==> Kap. 2 Spielvarianten
Letzte Änderung des Artikels: 2006-05-19 10:37
Verfasser des Artikels: Dr. Reiner Düren
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