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Kann man mit dem Zeitsprung ein "?" verhindern ohne dass eine Ereigniskarte vorgelesen wird?
Im Regeltext heißt es: "Sie dürfen
ein Ereignis entweder direkt nach dem Würfeln oder nach dem Vorlesen einer
Ereigniskarte für ungültig erklären. Der Ereigniswürfel
muss erneut gewürfelt werden."
Heißt das, dass wenn ein "?" gewürfelt wird, dass man 2 Möglichkeiten hat?
- Direkt nach dem Würfeln kann man den Zeisprung nutzen, dann wird gewürfelt und die oberste Ereigniskarte wird nicht vorgelesen und bleibt oben auf dem Stapel.
- Das Ereignis wird aufgedeckt und kann dann auch noch durch den Zeitsprung verhindert werden. Die Ereigniskarte wird dann unter den Stapel gelegt.
Eine Trennung dieser beiden Möglichkeiten würde bedeuten, dass man zwar mit dem Zeitsprung die Effekte des "?" auf Dogmen, Hexen und eine Vogtei verhindern (oder verzögern) kann, die positiven Effekte, die mit der Ereigniskarte verbundenen sind müssten dann aber nicht abgewendet werden und stehen bei einem erneuten Wurf des "?" zur Verfügung.
Kurze Antwort für Pragmatiker:
Es kann kein Zeitsprung
gegen das "?"
eingelegt werden ohne das ein Ereignis vorgelesen wird.
Lange Antwort für Adepten:
Der Wurf eines "?" ist mit dem Ziehen der Ereigniskarte direkt verbunden.
Warum?
Weil es ansonsten eine andere Behandlung des "?"-Wurfs gäbe als bei den
anderen 4 Möglichkeiten.
Wenn der Ritterkopf gewürfet wird, findet ein Turnier statt. Der Zeitsprung
verhindert das Turnier. (Und nicht den Wurf des Ritterkopfes.)
Wenn die Mühle gewürfet wird, dann hat ein Spieler einen Handelsvorteil. Der
Zeitsprung
verhindert diesen Handelsvorteil. (Und nicht den Wurf der
Mühle.)
Entsprechend gilt das für den Wurf von Keule und Sonne.
Auch bei diesen Ereignissen kann es zwei Auswirkungen geben: Die direkte durch das Ereignis und die durch ausliegende Karten (z.B. Flavo, Dorfschule u.a.), diese können nicht getrennt werden. Es finden wenn es mehrere Auswirkungen gibt immer alle statt.
Wenn man beim "?" eine Trennung zwischen den reinen Auswirkungen des Fragezeichens (auf Hexen, Dogmen und die Vogtei) und denen der damit verbundenen Ereigniskarten machen würde, gäbe es 2 Kategorien von Ereignissen durch den Zeitsprung
.
Diese Doppelfunktion des Zeitsprungs
ist aber nicht gewollt. Der Zeitsprung
soll nicht das Ereignis verhindern, sondern den Effekt
des Ereignisses.
Ergo:
Wenn das "?" gewürfet wird, dann gibt es ein besonderes Ereignis, welches
bereits mit dem Wurf des "?" determiniert ist, nämlich das Ereignis, das sich
unter der obersten Karte verbirgt. Und nur dieses kann verhindert werden,
nicht aber der Wurf des "?".
Bei einem "?" kann der Zeitsprung
also erst nach dem Verlesen der Ereigniskarte eingelegt werden und die Ereigniskarte wird unter den Ereigniskartenstapel gelegt, egal ob sie ausgeführt oder durch einen Zeitsprung
verhindert wurde.
Letzte Änderung des Artikels: 2006-03-31 14:13
Verfasser des Artikels: Dr. Reiner Düren/Sebastian Rapp
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