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Kann man im Erweiterten Grundspiel mehrere Themen-Sets miteinander kombinieren?

Kurze Antwort für Pragmatiker:
Ja.

Lange Antwort für Adepten:
Grundsätzlich gibt es keine Einschränkungen. Die Spieler können also je nach Geschmack ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Im Laufe der Zeit haben sich schon verschiedene Arten herausgebildet, wie man mehrere Sets einbinden kann:

I. Reihenvarianten
(inoffizielle Varianten)

  • Hier werden mit jedem zusätzlichen Set zwei weitere Stapel mit Karten gebildet, die sich hinter die bereits liegenden Stapel einreihen.
  • Alle Karten, die man gemäß den Regeln für die einzelnen Sets offen hinlegen muss, werden auch hier offen hingelegt.

    Vorteil: Die große Regel-Nähe zum eigentlichen Erweiterten Grundspiel
    Nachteil: Jede Menge Sortierarbeit vor dem Spiel

II. Das kleine Kartenspiel-Turnier
Diese Variante wurde von Oliver Abendroth entwickelt und erhielt durch ihre Veröffentlichung in DIE SIEDLER VON CATAN – DAS BUCH ZUM SPIELEN die Weihe als offizielle Variante.

  • Alle Karten, die mehrfach vorkommen, werden zu gleichen Teilen zwischen den Spielern aufgeteilt (jeder hat also 1 Rathaus, 2 Kaperflotten, 1 Spion usw.)
  • Karten die es nur einmal gibt oder die übrig bleiben, wenn jeder die gleiche Anzahl bekommen hat (z.B. 1 Spion, da es insgesamt 3 Spione gibt und jeder Spieler bei der vorherigen Aufteilung bereits 1 Spion bekommen hat) kommen in einen neutralen Karten-Pool.
  • Jetzt gibt es also drei Reihen von Karten: Vor jedem Spieler liegt eine Reihe mit den Karten, die er bei der Aufteilung bekommen hat, in der Mitte eine dritte Reihe mit "neutralen" Karten. Beim Nachziehen darf jeder Stapel aus "seiner" Reihe und aus der neutralen Reihe wählen.
  • Optional kann man noch vereinbaren, dass jeder Spieler aus "seinen" Stapeln eine bestimmte Anzahl von Karten auswählt, mit denen er das Spiel bestreiten will, während die anderen weg gelegt werden. Die "neutralen" Stapel bleiben in vollem Umfang liegen.

    Vorteil: Regel-Nähe zum Turnierspiel, obwohl nur ein Satz Karten benötigt wird.
    Nachteil: Jede Menge Sortierarbeit vor dem Spiel.

III. Bärenvariante
(inoffizielle Variante)

  • Dabei ignoriert man weitest gehend alles, was es an Regeln über das Vorsortieren von Karten gibt, mischt alle Gebäude, Einheiten und Aktionskarten aus allen verwendeten Sets munter durcheinander, bildet eine Reihe von Nachziehstapeln und spielt munter drauf los.
  • Eine Variante dieser Art wird hier ausführlicher vorgestellt: >> klick <<

    Vorteil: Karten spielen statt Karten sortieren
    Nachteil: Im Vergleich zu allen anderen Varianten ein erhöhter Zufallsfaktor, weil gezieltes Suchen bestimmter Karten sehr aufwändig ist.



IV. Die "Two for Two"-Variante:

  • Diese inoffizielle Variante ist besonders für Turniere zu empfehlen bei denen mehrere Spiele gespielt werden sollen. Es ist im Prinzip eine Form der Reihenvariante, beschränkt sich aber auf 2 Themensets, von denen jeder Spieler eins auswählt.
  • Vor- und Nachteile entsprechen denen der Reihenvariante. Näheres dazu hier: >> klick <<

    Bei einem Turnier empfiehlt sich noch folgende Zusatzregel: Ein Themenset darf von einem Spieler in seinen Spielen nur einmal gewählt werden. Dies ist natürlich nur möglich wenn ein Spieler nicht mehr als 7 Spiele im Turnier macht.

Hinweis für alle Varianten
Manche Spieler empfehlen, bei Verwendung mehrerer Sets auch die Siegpunktzahl zu erhöhen; Faustregel: 2 Punkte mehr für jedes zusätzliche Set.

Da mit mehreren Sets zwar mehr Karten mit Siegpunkten zur Verfügung stehen, aber nicht mehr Bauplätze, will das gut überlegt sein. Verwendet man etwa alle sieben bisher veröffentlichten Themen-Sets, wären 27 Siegpunkte erforderlich – was zwar grundsätzlich möglich ist, aber ein überlanges und zähes Spiel befürchten lässt.

Hier ist der beste Tipp, den die Redaktion geben kann: Ausprobieren und nach dem persönlichen Geschmack der Mitspieler vereinbaren!

Sie möchten mehr wissen?

Auf wíeviel Siegpunkte sollte man mit mehreren Themensets maximal spielen? -> Klick <-

Letzte Änderung des Artikels: 2006-10-19 12:45
Verfasser des Artikels: Peter Gustav Bartschat/Dr. Reiner Düren

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